Credit Suisse empfiehlt physische Goldkäufe

Jetzt schraubt auch die Schweizer Grossbank Credit Suisse ihre Erwartungen in Sachen Goldpreis nach oben und empfiehlt den Anlegern physische Käufe.

Die jüngsten Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) und der amerikanischen Notenbank (Fed) haben die Goldpreis-Notierungen beflügelt. Allerdings ist dies grundsätzlich kein gutes Zeichen. Denn ein steigender Goldpreis lässt vermuten, dass die Anleger – mit bald noch mehr Geld im Umlauf – von einer deutlichen Inflation (Teuerung) ausgehen.

Allerdings befand sich der Goldpreis bereits vor den angekündigten Massnahmen von letzter Woche in einem Aufwärtsmodus.

Technische Indikatoren jetzt positiv

Erstens tendiert das gelbe Edelmetall in der Zeit zwischen September und Februar generell zu festeren Notierungen als im Sommerhalbjahr, zweitens startet demnächst die Hochzeitssaison in Indien, was die Nachfrage nach Gold traditionell ansteigen lässt, und drittens haben im bisherigen Jahresverlauf verschiedene Zentralbanken von Schwellenländern ihre Goldreserven weiter erhöht – nicht zuletzt angesichts der prekären Schuldensituation in den USA und der anhaltenden Krise in Europa.

Allerdings weisen auch technische Indikatoren auf eine nachhaltige Erholung beim Goldpreis hin, wie die Auguren der Schweizer Grossbank Credit Suisse mittlerweile zum Ausdruck bringen. Tobias Merath (Bild unten), Head Commodities & Alternative Investments Research, erwartet im Verlauf der nächsten drei Monate einen anhaltend hohen Kurs auf 1'775 Dollar pro Unze.

tobias-merath

Befürchtete Geldschwemme brachte Trendumkehr

Für die Goldschwäche der letzten zwölf Monate gibt es einige Gründe: Nach den Notierungen im Bereich von 1'900 Dollar pro Unze im Frühherbst 2011 stürzte das gelbe Edelmetall bis auf unter 1'700 Dollar ab, was das Gold in einen «technischen Downtrend» versetzte. Die zwischenzeitlich entstandene Dollar-Stärke setzte dem «Greenback» ebenfalls zu, weil viele Anleger in den Dollar selber wechselten und entsprechend Gold abstiessen. 

Da sich eine weitere Geldschwemme in den USA bereits vor einigen Wochen abzuzeichnen begann, schwächte sich der Dollar jedoch zusehends ab, und dem Gold gelang es, über die Marke von 1'700 bis 1'720 Dollar zu klettern, was den negativen Einfluss definitiv brach. Zusätzlich begünstigt wurde diese Trendumkehr durch die jüngsten Ankündigungen der Notenbanken, viel Geld für den Kauf von weiteren Anleihen bereitzustellen sowie in den USA die Zinsen bis auf weiteres nicht zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund hätten sich die technischen sowie die fundamentalen Trends einander angeglichen, erklärt Merath.

Physische Käufe empfohlen

Über die nächsten zwölf Monate erwartet der CS-Edelmetall-Experte einen Anstieg auf bis zu 1'850 Dollar pro Unze. Angesichts dieser positiven Erwartungen empfiehlt die Credit Suisse mittlerweile auch, Gold physisch zu erwerben («Buying gold outright has become more attractive.»), wie einer «Research Alert» zu entnehmen ist.

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NEWS GANZ KURZ

Pensionskassen

Gemäss der Pensionskassen-Studie der ZKB-Tochter Swisscanto haben die Schweizer Vorsorge-Werke im Jahr 2015 trotz höherem Risiko weniger verdient. Demnach erzielten die Pensionskassen eine Performance von durchschnittlich 1,13 Prozent (Vorjahr: 7,31 Prozent). Somit verfehlten sie nicht nur die durchschnittlich angestrebte Zielrendite von 3,9 Prozent, sondern auch die Mindestzins-Vorgabe von 1,75 Prozent deutlich. Dies trotz einer Zunahme der risikobehafteten Anlagen.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank lanciert das Login per Fingerabdruck in die GLKB Mobile Banking App. Die Sicherheit mit dem neuen Login-Verfahren bleibt laut Mitteilung unverändert hoch.

Postfinance

Die Postbank beteiligt sich mit 9 Prozent am Aktienkapital der Swiss Bankers Prepaid Services (SBPS). Postfinance arbeitet bereits seit Jahren mit der Dienstleisterin im Bereich Reisezahlungsmittel zusammen. Im Zuge des Engagements wurde Nicole Walker, Leiterin Produktmanagement Zahlungslösungen bei der Post-Tochter, in den Verwaltungsrat der SBPS gewählt.

Swiss Life

Der Schweizer Lebensversicherer weist im BVG-Geschäft eine Auschüttungs-Quote von 92,9 Prozent aus. Die Prämien in der Kollektivversicherung stiegen 2015 im Vergleich zum Vorjahr 6 Prozent auf 8,69 Milliarden Franken. Um die Leistungsversprechen langfristig zu sichern, wurden zusätzliche technische Rückstellungen von 939 Millionen Franken gebildet.

Helvetia

Die Helvetia ist in der Schweiz in der beruflichen Vorsorge 2015 mit den periodischen Prämien gewachsen, hat aber bei den Einmaleinlagen zurückhaltend neues Geschäft gezeichnet. Total ging das Prämienvolumen um 4,1 Prozent auf 2,55 Milliarden Franken zurück.

Axa Winterthur

Die Axa Winterthur hat 2015 in der Beruflichen Vorsorge (BVG) den Gewinn leicht gesteigert. Das Betriebsergebnis aus dem der Mindestquote unterstellten Geschäft nahm um 10 Millionen Franken auf 221 Millionen Franken zu. Dagegen gingen die gesamten Prämieneinnahmen aufgrund weniger Neuabschlüsse in der Vollversicherung zurück.

Luzerner KB

An der Generalversammlung der Luzerner Kantonalbank haben die Aktionäre der beantragten Ausschüttung von 11 Franken via Nennwertrückzahlung zugestimmt. Sie wählten Andreas Emmenegger neu in den Verwaltungsrat. Aufgrund der Amtszeitbeschränkung von 15 Jahren wurde Christoph Lengwiler aus dem Gremium verabschiedet.

Valiant

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Postfinance

Die Post-Tochter hat ihr Online-Trading-Angebot überarbeitet. Via die neue Benutzeroberfläche können Kunden in Echtzeit an den wichtigsten Börsenplätzen der Schweiz, Europas und Nordamerikas selbstständig Aktien, Obligationen, Fonds, ETFs und Derivate handeln, wie es hiess. Entwickelt wurde die neue Plattform von der Postfinance-Partnerin Swissquote.

Zurich

Der Versicherer Zurich Insurance hat eine nachrangige Anleihe in Höhe von 750 Millionen Euro platziert. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis Oktober 2046 und ist erstmals im Oktober 2026 kündbar. Die Transaktion richtet sich gemäss der Mitteilung an Investoren in Europa.

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