Versicherung nutzt Facebookdaten aus

Erste Versicherung macht ihre Preise mit Hilfe von Informationen, welche ihre Kunden in den sozialen Netzwerken über sich preisgeben.

Mit der Ankündigung, Informationen in Facebook zur Überprüfung der Schuldner-Bonität von Konsumenten zu nutzen, sorgte die Auskunftsdatei Schufa in Deutschland für Aufruhr.

Was die Schufa erst plant, das setzen aber Versicherungen schon um, berichtet die «Financial Times Deutschland» (FTD).

Facebook-Daten können Autoversicherungen teuer machen

So durchleuchte etwa Axa Global Direct schon länger die Preissensibilität und das Einkaufsverhalten ihrer Kunden via Internet.

Dort zapfe der Direktversicherer, der vor allem in der Autoversicherung aktiv ist, gemäss Recherchen der Wirtschaftszeitung verschiedene soziale Netzwerke und sucht nach Polizeirapporten

Festfreudigkeit geprüft

Wer beim Chat mit Freunden mit seiner Trinkfestigkeit prahlt, muss mit Konsequenzen rechnen.

 «Wir investieren zweistellige Millionenbeträge in die Optimierung unserer Preisgestaltung, damit wir darin die Besten sind», sagt Stéphane Guinet, Chef der Axa Global Direct gegenüber der FTD. «Wir haben bis zu 50 Variablen, um die Preise zu segmentieren.»

Investition in spezielle Software

Gemäss der Wirtschaftszeitung ist die Analyse grosser Datenmengen eines der grössten Wachstumsfelder für die Software-Industrie.

Bei der Axa Winterthur in der Schweiz findet diese aber noch keine Anwendung.

Nicht in der Schweiz

Axa Winterthur brauche zur Kundensegmentierung keine Daten aus den sogenannten «Social Medias», wie eine Sprecherin gegenüber finews.ch sagt. Das gilt auch für die Zurich-Versicherung in der Schweiz.

«Wir wenden zur Ermittlung der Prämienhöhe ausschliesslich objektive statistische Verfahren an, die auf der Schadenerfahrung von Kunden beruhen», nimmt der Zurich-Konzern gegenüber finews.ch Stellung. 

Internet als Schaufenster

Die Schweizer Versicherer nutzen das Internet vor allem als Schaufenster und im Falle der Axa Winterthur auch als Verkaufskanal. 

In den «Social Medias» verfolgen sie in der Regel wie die Schweizerische Mobiliar die sie betreffenden Debatten: «Wir betreiben kein breites Tracking, sind aber in den Social Medias aktiv vertreten: Einerseits um unsere Meinungen zu portieren, andererseits um mitzuverfolgen, wie sich der Markt entwickelt.»

 

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Banking Award Liechtenstein

Der Liechtensteinische Bankenverband und die Universität Liechtenstein haben Radovn Studnik und Michael Weiser aus Wien für ihre Thesis-Projekte mit dem Banking Award Liechtenstein ausgezeichnet. Die beiden Absolventen des Bachelor- und Masterstudiums erhielten für die Auszeichnung je 2500 Franken.

Credit Suisse

Die Schweizer Grossbank legt einen weiteren Rechtsstreit aus der Zeit der Finanzkrise bei. Die Credit Suisse (CS) einigte sich einem Bericht der Agentur «Bloomberg» zufolge mit dem US-Anleihenversicherer Assured Guaranty über toxisch gewordene Subprime-Papiere. Assured Guaranty hatte die CS 2011 verklagt, falsche Angaben zur Qualität von Papieren im Wert von damals 1,8 Milliarden Dollar geamcht zu haben. Der Inhalt der Übereinkunft bleibt geheim.

Feri Awards 2015

Bei der diesjährigen Verleihung der Feri EuroRating Awards hat Swiss & Global Asset Management die Auszeichnung für den besten Asset Manager in der Kategorie Renten Emerging Markets erhalten. Vontobel Asset Management erhielt den Award für die Kategorie Rohstoffe.

HSBC Private Bank

Die Schweizer Tochter der britischen Grossbank HSBC muss insgesamt 12,5 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht zahlen, weil sie ihren amerikanischen Kunden Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet hatte. Die eigentliche Busse beläuft sich auf 2,6 Millionen Dollar. Dazu kommen 5,7 Millionen Dollar an Rückerstattungen sowie 4,2 Millionen Dollar an Zinsen.

Carna Grischa

Das wegen falsch deklariertem Fleisch in die Schlagzeilen geratene Bündner Unternehmen Carna Grischa entschuldigt sich öffentlich für die «Unregelmässigkeit» und hat gemäss eigenen Angaben Massnahmen zur Qualitätssicherung getroffen. Unter anderem war auch die UBS-Kantine in Zürich-Opfikon mit entsprechenden Fleischprodukten beliefert worden.

Best Practice in Finance

Die erste Ausgabe des eMagazins «Best Practice in Finance». Themenschwerpunkt ist die Finanzmarktregulierung. Herausgeber der neuen Publikation ist der Konferenzveranstalter Academy for Best Execution.

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Trotz Milliardenbussen und schwierigem Umfeld: Die Rating-Agentur Fitch bestätigt für beide Schweizer Grossbanken die Bonitätsnote A mit stabilem Ausblick. Fitch bescheinigt auch dem gesamten Bankensektor ein solides Geschäft.

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