Diese Klippen muss die Weltwirtschaft überwinden

Ökonomen von Morgan Stanley listen auf, wo sich die Weltwirtschaft überall an einem heiklen Punkt befindet. Was denken Sie: Werden diese Knackpunkte gemeistert?

Wohin steuert die Weltwirtschaft im neuen Jahr? Bruchteile von Antworten auf diese Frage liefert unter anderem ein neues Papier aus dem Hause Morgan Stanley.

Ein Research-Team der US-Bank durchleuchtete fünf trickreiche Knackpunkte für das Wirtschaftswachstum: «Je mehr solche Übergänge 2014 abgeschlossen sind, desto eher resultiert ein robustes globales Wirtschaftswachstum.»

Wenn alles gut gehe, markiere 2014 sogar den Übergang zu einer sicheren und nachhaltigeren Periode der Expansion, hofft Studienautor und Morgan-Stanley-Chefökonom Joachim Fels in der Analyse.

Themen von Tapering bis Schwellenländer

Allerdings handele es sich bei den meisten Themen um knifflige Angelegenheiten, steht in der Notiz mit dem Titel «Die fünf Schlüssel-Übergänge» (Five Key Transitions) weiter.

Hier die Probleme, an denen sich die Weltwirtschaft derzeit die Zähne ausbeisst:

1. Tapering der US-Notenbank: Die Fed stehe weiterhin vor der grossen Aufgabe, das Ende des billigen Geldes einzuläuten, so der erste Punkt. Und die Notenbank sollte laut den Morgan-Stanley-Ökonomen darauf achten, dass die Märkte keine missverständliche Signale mehr erhalten – wie dies im Sommer 2013 geschehen sei.

2. Japan – von der Deflation zu einer (moderaten) Inflation: Strukturreformen, die das Wirtschaftswachstum ankurbeln könnten, seien in Japan 2014 kaum zu erwarten. Die Experten rechnen damit, dass sich die Wirtschaft auch dieses Jahr weiter durchwursteln werde. Die Massnahmen der Bank of Japan dürften jedoch den Übergang von der Deflation zu einer leichten Inflationsrate unterstützen.

3. Europa auf dem Weg zu einer glaubwürdigen Bankenunion: Die Euro-Zone stehe 2014 vor einem entscheidenden Übergang. Europa werde 2014 versuchen, das «Bankensystem zu reinigen». Dies könnte zu einer nachhaltigen Erholung führen und die Gefahren einer «Japanifikation» mit Deflation senken.

4. Chinas Wachstumsmodell: Reform statt Leverage. China sei auf einem reformorientierten Wachstumspfad. Unterstützend sei auch die Liberalisierung des Finanzsektors sowie die zunehmende individuelle und gesellschaftliche Freiheit der Menschen. Trotzdem dürfte sich die kurzfristige Umsetzung solcher Reformen als schwierig erweisen, warnen die Ökonomen. 

5. Emerging Markets brauchen neue Wachstumsmodelle: Investoren und Politiker seien sich einig, dass Strukturreformen der richtige Weg für Schwellenländer sei. Politische Entscheidungsträger, die vor Reformen zurückweichen, sind laut den Studienautoren auf dem falschen Weg. Die Situation dürfte auch 2014 für Märkte wie Mexiko, Indien, Indonesien, Türkei, Brasilien und Russland schwierig bleiben.

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