Der Buffett-Indikator steht auf Sturm

Ein Einbruch der Aktienmärkte ist für Promi-Augurus wie Jeremy Grantham oder Marc Faber nur eine Frage der Zeit. Jetzt soll sich aber auch Warren Buffett auf einen  Crash vorbereiten.

In den letzten Monaten häufen sich die Warnzeichen für eine Korrektur an den Aktienmärkten. In Medienberichten ist sogar von einer Halbierung der Kurse die Rede. In der einschlägigen Gerüchteküche erscheint nun auch Warren Buffett: Der Starinvestor soll sich ebenfalls für einen Rückschlag bei den Kursen wappnen.

Dies berichtet das US-Fachportal «Money News». Die Erklärung dahinter liefert der so genannte «Warren-Buffett-Indicator», besser bekannt als «Total Market Capitalization to GDP Ratio». Denn der 83-jährige schielt bekanntlich intensiv auf diese Kennzahl als Investitions-Barometer. Das heisst: Er betrachtet die Entwicklung der Aktienkurse (in Form der Marktkapitalisierung) im Verhältnis zur BIP-Entwicklung.

Die Geschichte beweist es

Das Verhältnis zwischen der US-Börsenkapitalisierung und dem amerikanischen Bruttoinlandprodukt löse derzeit ein starkes Verkaufssignal aus. Und es könne danach jederzeit zu einem Kurssturz am Aktienmarkt kommen, so die Argumente. Dieser Mechanismus habe sich in der Vergangenheit bestätigt.  

Momentan liegt das Verhältnis bei 115,1 Prozent. Im Jahr 2000, unmittelbar bevor es zum weltweiten Kurssturz kam, notierte der Wert bei 183 Prozent, nachzulesen in einem kürzlich erschienenen Bericht des US-Wirtschaftsmagazins «Forbes». Der Marktwert der kotierten Unternehmen überstieg zu diesem Zeitpunkt damit den Wert der amerikanischen Wirtschaftsleistung um 83 Prozent, so die Interpretation der Kennzahl.

Im Jahr 2007, kurz vor dem Platzen der US-Immobilienblase, wurde eine Ratio von 135 Prozent festgestellt. Im März 2009, als die Kurse wieder nach oben tendierten, lag das Verhältnis dann bei 73 Prozent.

«Das wird schmerzhaft für Investoren»

Warren Buffett wäre mit seinem Pessimismus auf keinen Fall allein. Auch Jeremy Grantham, der Mitgründer und Chef-Stratege des US-Investmenthauses GMO, investiert derzeit keine Kundengelder mehr in Aktienpapiere. Der Brite erwartet nämlich einen heftigen Crash.

«Der nächste Absturz wird schlimmer als alles andere». Die Schuld trägt für ihn die US-Notenbank Fed und andere Zentralbanken in der Welt. Diese haben alle verfügbaren Schulden aufgenommen und es dann in ihre Bilanzen gesteckt. «So etwas haben wir bisher nicht erlebt». Das werde sehr schmerzhaft für Investoren, sagte Grantham in einem aktuellen Interview mit dem US-Wirtschaftsblatt «Fortune».

Auch für den Schweizer Börsenguru Marc Faber ist die Lage an den Märkten klar: «Wir sind in einer gigantischen Finanz-Spekulationsblase», wird Faber auf «Money News» zitiert. «Diese könnte jeden Tag platzen.»

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