Fed beschliesst Überarbeitung der Banken-Stresstests

«Der Stresstest ist ein wesentlicher Bestandteil unseres regulatorischen Kapitalrahmens», erklärte die stellvertretende Fed-Vorsitzende für Bankenaufsicht, Michelle Bowman, in einer Mitteilung vom Mittwoch. «Die heutigen Änderungen erhalten seine Widerstandsfähigkeit, indem sie sicherstellen, dass er transparent, detailliert und risikosensitiv ist.»

Damit sollen die Transparenz und die öffentliche Rechenschaftspflicht der Stresstests verbessert und Schwankungen bei den daraus resultierenden Kapitalanforderungen verringert werden.

Mehr Informationen über die Modelle

Nach Angaben der Fed ähneln die beiden endgültigen Regelwerke weitgehend den 2025 vorgeschlagenen Änderungen, die seinerzeit von den Banken begrüsst worden waren.

Das überarbeitete Testverfahren wird mehr Informationen über die Modelle der Fed offenlegen, die zur Prüfung der Banken auf Schwachstellen verwendet werden. Dazu gehören Gleichungen, Variablen und technische Details, die bisher gegenüber der Branche vertraulich behandelt wurden.

Der Fed-Vorstand stimmte mit 6 zu 1 Stimmen für die Änderungen am jährlichen Stresstest. Dieser war nach der Finanzkrise von 2008 eingeführt worden, um zu prüfen, wie widerstandsfähig die grossen US-Banken gegenüber einer hypothetischen Rezession wären.

Darüber hinaus bat die Notenbank um Stellungnahmen zu einem Plan, mit dem «Unterschiede in den Geschäftsmodellen der Banken bei der Erzielung von Gebühreneinnahmen besser erfasst» werden sollen.