Bei seinem Austritt aus der UBS hat sich der frühere Konzernchef Marcel Ospel eine Klausel ausbedungen, dass ihn die Bank rechtlich nicht mehr belangen kann.
Die Schweizer Grossbank hat für die interne Aufarbeitung des Libor-Skandals bereits mehr als 100 Millionen Franken ausgegeben. Das schreibt die «NZZ am Sonntag». Die UBS habe in diesem Zusammenhang zeitweise 410 Anwälte beschäftigt, die Millionen von Daten auswerten mussten.
Zu einer Verantwortungsklage gegen frühere Verwaltungsräte wird es unterdessen laut der Zeitung nicht kommen. Aktionärsvertreter fordern diesen Schritt.
Geschickter Marcel Ospel
Doch die Bank wolle vermeiden, mit einem juristischen Vorgehen gegen frühere Führungskräfte weitere Munition für Schadensersatzklagen zu liefern.
Der frühere Präsident Marcel Ospel habe sich zudem bei seiner Austrittsvereinbarung eine Klausel ausbedungen, dass ihn die UBS rechtlich nicht mehr belangen könne. Die UBS hatte am Mittwoch wegen der jahrelangen Manipulation wichtiger Referenzzinssätze wie dem Libor eine Busse von 1,4 Milliarden Franken akzeptiert.
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Kommentare
Man kann nämlich für oder gegen Marcel Ospel haben was man will, aber eines müssen alle zugestehen. Schlau ist der Typ.
Ich hoffe, dass sich zukünftig viele Aktionäre an der GV mit mir vereinen, um diesen Lumpen das Handwerk zu legen.
Das Motto lautet: Wir werden nicht ruhen bis ...
Aus dem Schneider ist aber trotzdem nicht: Sein Ablasshandel mit den damaligen "Mitverantwortlichen" der UBS schützt ihn nicht vor Klagen Dritter.
Ospel kann sich noch auf viele schlaflose Nächte einstellen.