UBS erhöht Boni für US-Kundenberater erneut

Die Kundenberater im US-Wealth Management der UBS werden laufend besser bezahlt. Dafür wachse auch der Bereich schneller, argumentiert die Bank. Vor allem: das Geschäftsmodell ändert.

Am Dienstag erhielten die rund 7000 Kundenberater von UBS Wealth Management in den USA angenehme Post, wie das «Wall Street Journal» schreibt: Sie würden einen höheren Bonus erhalten. Die Bedingung: Sie sollen ihren Kunden einen Finanzplan erstellen. Der Bonus steige auch für jeden betreuten Kunden, der bereits einen solchen Plan habe.

Was für einen Kundenberater im schweizerisch geprägten Private Banking eine Selbstverständlichkeit darstellt – die Erstellung eines Finanzplans für den Kunden –, bedeutet in den USA eigentlich eine Änderung des Geschäftsmodells. Das dortige Private Banking basiert noch immer weitgehend auf dem klassischen Broker-Dealer-Verhältnis, in welchem der Kundenberater mehr die Rolle eines Verkäufers von Aktien oder Anleihen einnimmt.

Bereits das vierte Jahr mit höheren Kompensationen

Beratung im Sinne einer längerfristigen Finanzplanung hält aber auch in den USA nun verstärkt Einzug. Die Banken haben bemerkt, dass sie so höhere Kundenvermögen akquirieren und diese auch länger verwalten können. Die UBS bietet ihren Kunden denn auch Lebensversicherungen, Kredite oder Hypotheken an, um die Kundenbindung zu verstärken.

Sie verändere ihr Kompensationsmodell für ihre Kundenberater, um für diese einen Anreiz zu schaffen, stärker auf reiche und sehr reiche Kunden zu fokussieren, sagt Jason Chandler, Chef der Wealth-Advisor-Einheit in den USA. Dies sei das vierte Jahr hintereinander, in welchem die Kompensationsmodelle für Kundenberater angepasst und die Summe erhöht würden. In den vergangenen Jahren habe dies jeweils zu mehr Wachstum geführt.

Das UBS-Beispiel macht Schule bei US-Banken

Die UBS beteiligt seit diesem Jahr ihre Kundenberater mit einer Prämie von 50 Prozent für jeden verkauften Finanzplan. Die Gebühren dafür belaufen sich je nach Bedürfnis und Grösse der Vermögen leicht auf über 1000 Dollar. Ausserdem erhalten sie weitere 15 Prozent, die dem Spesenkonto zugerechnet werden. Ähnliche Modelle haben auch US-Banken wie Wells Fargo eingeführt.

Im kommenden Jahr sollen die Kundenberater für jeden Finanzplan eine Prämie erhalten. Zudem werden sie mit bis zu 4 Prozent am Umsatz beteiligt, den die Bank mit einem Kunden macht, der einen Finanzplan hat. Die Ansage der UBS an die Kundenberater ist, Kunden mit höheren Vermögen zu grösseren Transaktionen zu bewegen.

Starkes Wachstum mit Hypotheken

Gemäss Chandler habe das Modell zu einer Verdoppelung der Einkünfte für das Erstellung von Finanzplänen geführt und zu einer höheren Kundenzufriedenheit, da ihnen eine breitere Palette von Dienstleistungen angeboten werden könne. Eine Folge davon sei, dass die UBS in den USA nun zu den schnellstwachsenden Banken im Hypothekenbereich gehöre.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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