UBS ernennt neue Chefin für die Investment Bank Schweiz

Die wechselvolle Karriere der Christine Novakovic erhält einen neuen Akzent. Die Leiterin für Corporate & Institutional Clients übernimmt zusätzliche Aufgaben: Ab sofort leitet sie auch die UBS Investment Bank Schweiz.

Christine Novakovic (Bild) ist per sofort zur Leiterin UBS Investment Bank Schweiz ernannt worden, wie die UBS am Montag in einem internen Memo mitteilte, das finews.ch vorliegt.

Novakovic werde diese Aufgabe zusätzlich zu ihrer Funktion als Leiterin des Geschäftsbereichs Corporate & Institutional Clients ausüben. Zudem werde sie auch die Leitung Corporate Clients Schweiz übernehmen, wie es weiter heisst.

Die Zusammenlegung der beiden Geschäftsbereiche unter eine gemeinsame Führung diene dem Ziel, die Kunden aus einer Hand zu bedienen, schreibt die Bank.

Nun auch Andrea Orcel als Chef

Novakovic wird weiterhin an Lukas Gähwiler, CEO der UBS Schweiz, rapportieren und nun zusätzlich auch an Andrea Orcel, CEO der Investment Bank.

Bis Anfang März 2014 hatte Peter Günthardt die UBS Investment Bank Schweiz verantwortet und war zudem Leiter Corporate Client Solutions Schweiz. Er entschied sich jedoch, eine neue berufliche Herausforderung ausserhalb der Bank anzunehmen.

Interimistisch hatte dann George Athanasopoulos die Rolle des Leiters der UBS Investment Bank Schweiz zusätzlich zu seiner Funktion als Global Co-Head Foreign Exchange, Rates & Credit, ausgeübt.

Seit 2011 für die UBS tätig

Christine Novakovic ist eine schillernde Persönlichkeit in der internationalen Finanzbranche. Die Bankerin stiess Anfang Februar 2011 als Leiterin des Bereichs Corporate & Institutional Clients (CIC) zur UBS Schweiz.

Die gebürtige Südtirolerin war zu Beinn ihrer Karriere, nachdem sie zwei Jahre lang bei der Dresdner Bank als Trainee im Rentenhandel gearbeitet hatte, zwischen 1992 und 1996 bereits einmal für die UBS aktiv gewesen; damals in Frankfurt im Fixed-Income-Bereich.

Aus Licci wird Novakovic

Im Jahr 1996 folgte der Wechsel zur Citibank, wo sie diverse Führungspositionen im Investmentbanking inne hatte. Damals galt sie noch unter ihrem Mädchennamen Licci in Frankfurt als Star-Bankerin, die bei der Citigroup immer mehr Verantwortung erhielt. Im Jahr 2001 wurde ihr das gesamte Retailgeschäft der Citibank Deutschland anvertraut.

In ihrer Zeit bei der Citibank wurde Novakovic überdies von der «Wirtschaftswoche» als «Managerin des Jahres» ausgezeichnet.

Im Jahr 2005 folgte der Wechsel zur HypoVereinsbank als Mitglied des Konzernvorstands, wo sie das Asset Management, das Private Banking und das Retail Banking leitete.

Mit Schweizer verheiratet

Die HypoVereinsbank verliess sie wieder, als die Bank durch die italienische UniCredit übernommen wurde. 

Dann verschwand sie aus dem Rampenlicht, mittlerweile mit einem Schweizer Headhunter verheiratet, versuchte sie sich dann in Zürich selbständig als Kunsthändlerin und profilierte sich während der Bankenkrise als Kritikerin der deutschen Managerkaste.

ManagerINNEN-Weisheiten

Als erfahrene Geschäftsfrau auf den Chefetagen von Weltkonzernen liess sie ihre Zuhörer und Zuhörerinnen etwa wissen:

  • «Wir müssen wieder lernen, zuzuhören. Wir Banker wissen ja schon, was der Kunde braucht, bevor wir überhaupt bei ihm waren und uns seine Bedürfnisse angehört haben.»
  • Geld sei immer Ängsten verbunden: «Wer zu wenig Geld hat, der hat Existenzängste. Wer zu viel hat, hat Angst, es zu verlieren.»
  • Bei ihr stehe der Mensch im Mittelpunkt.
  • Männer erzielen schnellere und grössere Gewinne. Die Entscheidungen von Frauen, performen langfristig besser.»

Im Februar 2011 feierte sie dann bei der UBS als Leiterin des Corporate und Institutional Clients-Geschäfts (CIC) ihr Comeback in der Finanzbranche.

 

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Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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