«Beratungsmandate sind ein fundamentaler Paradigmenwechsel»

Die UBS startete im vergangenen Jahr ein Service-Angebot, das auf Beratungshonoraren beruht. Jetzt zieht der Wealth-Management-Chef für die Schweiz, Christian Wiesendanger, erstmals Bilanz.

Christian Wiesendanger 210Reiche Kunden der UBS haben nahezu 13 Milliarden Franken im Rahmen von Pauschalgebühr-Beratungsverträgen investiert, wie die Nachrichtenagentur «Bloomberg» (Artikel kostenpflichtig) berichtet. Das entsprechende Angebot des Schweizer Finanzunternehmens war im vergangenen Jahr gestartet worden.

Die Kunden in der Schweiz, wo das Angebot zuerst eingeführt wurde, steckten seither fast 5 Milliarden Franken in solche Konten, erklärt Christian Wiesendanger (Bild), Chef des Wealth-Managements in der Schweiz. «Das sind rund drei Prozent der Gelder, welche die Schweizer Sparte verwaltet.»

Tägliche Prüfungen

«Das ist ein fundamentaler Paradigmenwechsel. Es ist nicht einfach ein anderer Investmentfonds. Es ist eine Lösung, die die Interessen des Kunden mit denen der Bank abgleicht», so der 50-jährige UBS-Banker weiter.  Das Angebot gebe den Kunden Transparenz bei Gebühren und der Bank einen prognostizierbaren Einnahmestrom - in einer Zeit von Abflüssen aus nicht deklarierten Konten und einer Abneigung der Kunden zu Handeln.

Im Gegenzug für eine Pauschalgebühr erhalten Kunden Dienste wie eine automatische tägliche Prüfung ihrer Investments, mit Blick auf ihr Risiko-Profil und in Relation zu Markteinschätzungen der Experten der Bank.

Fundamentale Veränderungen

«Die Welt wird fast in Lichtgeschwindigkeit transparenter, die Schweiz kann den Trend nicht ignorieren», so Wiesendanger gegenüber «Bloomberg» weiter. «In den nächsten Jahren werden regulatorische Herausforderungen, die dem Schutz der Kunden dienen, die Natur des Private-Banking-Geschäfts fundamental verändern.»

Das Schweizer Wealth-Management hat seinen Angaben zufolge in den ersten sechs Monaten bei den Erlösen einen zweiprozentigen Anstieg verzeichnet, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Beim Vorsteuer-Gewinn ging es um acht Prozent nach oben.

Abflüsse mehr als kompensiert

Kunden mit dem Beratungsvertrag zahlen, abhängig von ihrem Risiko-Appetit, mindestens 2'000 Franken bis 3'125 Franken pro Jahr – wobei sich die Gebühren auf 0,8 Prozent bis 1,25 Prozent für Anlagen von weniger als 500'000 Franken belaufen. Je grösser die investierte Summe ist, desto geringer ist der prozentuale Anteil der Gebühren.

Die Gebühren aus den Ermessens- und Beratungsverträgen haben im zweiten Quartal die Auswirkungen durch Abflüsse von nicht deklarierten Konten mehr als ausgeglichen, teilte die grösste Schweizer Bank bereits im Juli mit. Kunden, die die Ermessens- oder die Beratungs-Konten der UBS nicht nutzen, zahlen gewöhnlich je Transaktion eine bestimmte Gebühr.

Lesen Sie eine ausführliche Version dieses Artikels unter folgendem Link.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

 

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Wie Goldman Sachs 1,2 Milliarden Dollar aus Libyen
  • Blackrock-Mitgründerin: «Asset Manager sind keine Banken»
  • Nullzinspolitik: Und sie funktioniert doch – sagt Draghi
  • Europas Zukunft steht auf dem Spiel
  • Bankchef muss auf 41 Millionen Dollar verzichten
  • Wohnen wie Leonardo DiCaprio
  • 1'000 Börsengänge – und hoffnungslos im Hintertreffen
  • Kahlschlag bei der Commerzbank
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram

Zürcher Bankenverband

Führende Vertreter der Schweizer Finanzbranche zum Thema Regulierung.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

SELECTION

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Ehrgeizige Banker haben die Qual der Wahl bei der Weiterbildung.

Selection

Selection

Das sind die grössten Family Offices

Ein Ranking zeigt, wem superreiche Familien ihr Geld anvertrauen.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Gottex

Der Hedgefondsanbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Das Unternehmen begründet die Verschiebung mit einem Verzug in den Verhandlungen um eine zweite Finanzierungstranche nach den Rekapitalisierungs-Massnahmen vom Sommer.

UBS

Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt. Die Zahlung erfolgte, weil die UBS ihre Broker nicht standesgemäss ausgebildet habe.

Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

weitere News