Vontobel: Wachstumsschwäche überwunden

Nach einer Wachstumsdelle im zweiten Quartal fliesst der Bank Vontobel das Neugeld nun wieder munter zu. Bis Ende Jahr rechnet CEO Zeno Staub mit einem leicht höheren Gewinn. 

Auf Grund der schwachen Märkte in den Schwellenländern musste die Bank Vontobel im ersten Halbjahr 2014 signifikante Mittelabflüsse im Asset Management beklagen.

Das führte per Ende Juni zu einer Schwarzen Null bei den verwalteten Vermögen. Im dritten Quartal 2014 hat sich die Situation nun aber schlagartig verändert, wie das Institut am Mittwoch mitteilte.

Neuer Höchstwert

Die gesamten Kundenvermögen stiegen gegenüber Ende Juni um 4 Prozent und erreichten per 30. September 2014 mit 180,3 Milliarden Franken einen neuen Höchstwert. Die verwalteten Vermögen verzeichneten im dritten Quartal ein erfreuliches Wachstum von beachtlichen 6 Prozent, dank einem Neugeldzufluss von mehr als 2 Milliarden Franken und positiver Performance- und Währungseffekte, wie weiter zu erfahren war.

Vor allem im Asset Management stieg die Vermögensbasis im laufenden Jahr um 12 Prozent, davon 4 Prozent im ersten Halbjahr 2014.

Stabile Bruttomarge

«Das Asset Management zeigt eine erfreuliche Entwicklung und wartete im dritten Quartal mit einem breit abgestützten Neugeldzufluss und einer stabilen Bruttomarge auf», sagte Vontobel-CEO Zeno Staub (Bild). In der Produkte «Quality Growth» verzeichneten die Global Equities- sowie die Emerging Markets-Produkte signifikante Zuflüsse.

«Erfreulich ist insbesondere, dass die Schweizer Fixed-Income-Boutique bereits 30 Prozent zum Nettoneugeld beiträgt. Die Performance-Qualität der Vontobel Produkte ist somit sehr gut: Assetgewichtet liegen 70 Prozent über Benchmark», betonte Staub.

Investitionen beeinträchtigen Profitiabilität

Im Geschäft mit Privatkunden legt Vontobel weiterhin den Fokus auf die definierten Kernmärkte. So wurde der Ausbau der Aktivitäten in der Schweiz, in Deutschland und Asien durch die Verstärkung der Beraterbasis vorangetrieben. Die gezielten Neueinstellungen von Kundenberatern werden als eine Investition für eine höhere Ertragsbasis gesehen, auch wenn diese kurzfristig die Profitabilität des Geschäftsfelds Private Banking beeinträchtigen, wie es weiter heisst.

Insgesamt verzeichnete die Vermögensbasis seit Mitte Jahr ein leichtes Wachstum und die Bruttomarge konnte nahezu auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Expansion nach Asien

Die im asiatischen Raum eingeschlagene Strategie mit fokussiertem Angebot und Nutzung der Vontobel- Buchungsplattform in der Schweiz ist vielversprechend angelaufen und belegt die Werthaltigkeit der differenzierten Positionierung von Vontobel, wie finews.ch bereits berichtete. Vor dem Rollout in Fernost steht auch die Emissions-Plattform für Strukturierte Produkte ‹Deritrade›.

Das im Investmentbanking angesiedelte Geschäft mit unabhängigen Vermögensverwaltern (External Asset Managers, EAM) zeichnete sich durch ein kontinuierliches Wachstum aus. Die verwalteten Vermögen beliefen sich per Ende September auf CHF 7.6 Milliarden.

Hohe Volatilität und Verunsicherung

Das Geschäft mit US-Privatkunden ist mit einer Vermögensbasis von nunmehr über gut 1,6 Milliarden Franken im Direktkundengeschäft und von 1,2 Milliarden Franken im Geschäft mit dritten SEC-lizenzierten Vermögensverwaltern gemäss Firmenangaben auf Kurs.

Erwartungsgemäss entwickelt sich das zweite Halbjahr auf Grund saisonaler Effekte eher schwächer als das erste Halbjahr. Weiter waren gemäss Vontobel die Finanzmärkte Anfang Oktober von hoher Volatilität und Verunsicherung geprägt. «Wir rechnen mit einem soliden Jahresergebnis für 2014, das aus heutiger Sicht das Vorjahresresultat leicht übertreffen wird», sagte CEO Staub.

 

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

 

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • 1MDB-Skandal: Nach DiCaprio auch Robert de Niro im Visier
  • Wird die Webseite Ihrer Firma gerade gehackt?
  • Von der Edelboutique zur Schnäppchenbude
  • So will George Soros die Flüchtlingskrise bekämpfen
  • Der naive Rettungsplan der «Euro-Freunde»
  • Deutsche Bank steckt in der Falle
  • Starökonom fordert noch schärfere Negativzinsen
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram

Zürcher Bankenverband

Führende Vertreter der Schweizer Finanzbranche zum Thema Regulierung.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

SELECTION

Selection

Die USA, das neue Steuerparadies

Milliarden von Offshore-Geldern fliessen in die USA - die Vereinigten Staaten sind die neue Schweiz.

Selection

Selection

Grauenvolle Arbeitstage eines Investmentbankers

Die erschreckende Chronik eines 24-Stunden-Tages.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

EIB

Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

Finma

Die Eidgenössische Finanzmarkt-Aufsicht Finma nimmt ihre digitale Zustellplattform in Betrieb. Diese ermöglicht es den Beaufsichtigten und Prüfgesellschaften, Jahresberichte und weitere Dokumente elektronisch einzureichen. Mit SuisseID lassen sich die Dokumente zudem elektronisch signieren.

UBS

Mit einer Performance von durchschnittlich 0,5 Prozent schnitten die Pensionskassen im August leicht besser ab als im Monats-Durchschnitt seit Jahresbeginn. Das stellte der «Pensionskassen-Barometer» der Grossbank fest.

weitere News