Knall bei Saxo Bank

Bei der Saxo Bank Schweiz ist es zu einem Eklat gekommen: Das gesamte Managementteam wird ausgewechselt. CEO Søren Mose hat die Bank bereits verlassen.

Es war ein Schock: Wie Recherchen von finews.ch ergeben haben, ist bei der Saxo Bank Schweiz am Dienstag das Managementteam geschlossen zurückgetreten: CEO Søren Mose, Chief Operating Officer (COO) Ian Keates und Finanzchef (CFO) Martin Beinhoff.

Die exklusiven Informationen hat Kasper Elbjørn, Sprecher der Saxo Bank Gruppe, gegenüber finews.ch am Mittwoch bestätigt. Offizielle Gründe für den Abgang des gesamten Managementteams der Schweizer Online-Trading-Bank gab Elbjørn nicht an. Es werde eine Mitteilung verschickt, sobald klar sei, wer Mose, Keates und Beinhoff ersetze.

Differenzen über strategische Ausrichtung

Wie aus Zollikon zu vernehmen ist, wo die Bank operativ geleitet wird, kam die interne Ankündigung am Dienstag völlig unerwartet. «Es war ein grosser Schock», sagte ein Mitarbeiter. Der Belegschaft wurde kommuniziert, es habe Differenzen über die zukünftige strategische Ausrichtung der Bank gegeben. Offenbar wollten Mose, Keates und Beinhoff diese nicht mittragen.

Wie der Mitarbeiter weiter sagte, haben Mose und Keates bereits am Dienstag ihre Schreibtische geräumt und die Bank verlassen. Nur CFO Beinhoff sei noch vor Ort.

Neues Team ab nächster Woche

Die Saxo Bank Schweiz werde nun interimistisch von Verwaltungsratspräsident Tobias Strässle geleitet. Gemäss Gruppensprecher Elbjørn soll das neue Managementteam bereits kommende Woche ernannt werden.

Søren Mose hat massgeblich zum Aufbau der Online-Bank in der Schweiz beigetragen, über die alle möglichen Anlagen von Devisen über Aktien und Optionen gehandelt werden können. Er leitete das Institut seit der Gründung 2008, welche durch die Übernahme der Synthesis Bank erfolgt war. Im vergangenen Mai war Mose in den Verwaltungsrat der SIX Group gewählt worden.

Eiserner Radler

Der 49-Jährige ist vor allem auch wegen seiner Leidenschaft für den Radsport bekannt. Gemäss eigenen Angaben absolviert er jährlich an die 12'000 Trainingskilometer auf dem Rennrad. Der Westschweizer «Bilan» sagte Mose in einem Gespräch, er fahre jeden Tag mit dem Velo zur Arbeit, ausser wenn es schneie.

Die Saxo Bank Schweiz ist 2007 aus der Westschweizer Onlinebank Synthesis hervorgegangen, die damals von der dänischen Investmentbank Saxo übernommen wurde. Synthesis und Saxo hatten zuvor vier Jahre zusammengearbeitet. Mose übernahm bereits damals die Leitung der Bank, deren Sitz inzwischen von Genf nach Zürich verlegt worden ist.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

 

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Wie Goldman Sachs 1,2 Milliarden Dollar aus Libyen versenkte
  • Blackrock-Mitgründerin: «Asset Manager sind keine Banken»
  • Nullzins-Politik: Und sie funktioniert doch – sagt Mario Draghi
  • Europas Zukunft steht auf dem Spiel
  • Bankchef muss auf 41 Millionen Dollar verzichten
  • Wohnen wie Leonardo DiCaprio
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram

Zürcher Bankenverband

Führende Vertreter der Schweizer Finanzbranche zum Thema Regulierung.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

SELECTION

Selection

Diese Bank bezahlt am besten

Bei den Löhnen sticht eine Bank mit grossem Abstand hervor.

Selection

Unattraktive Bankjobs

Unattraktive Bankjobs

Warum es nicht mehr so begehrenswert ist, bei einer Bank zu arbeiten.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Gottex

Der Hedgefonds-Anbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Offenbar verzögern sich die Verhandlungen um eine zweite Finanzierungsrunde.

UBS

Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt.

Avaloq

Der Bankensoftware-Entwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

weitere News