Lombard Odier: Ein ganz grosser Privatbankier geht von Bord

Der letzte Teilhaber, der den grossen Namen Lombard trägt, beendet nach mehr als vierzig Jahren seine Tätigkeit bei der Genfer Privatbank.

Thierry Lombard (Bild) zieht sich ganz aus dem Geschäft zurück. Der geschäftsführende Gesellschafter verlässt die Bank Lombard Odier nach 42 Jahren und geht in den Ruhestand. Ein Sprecher der Lombard-Odier-Gruppe bestätigte den Abgang gegenüber der Westschweizer Wirtschaftszeitung «L'Agefi».

Der 66-jährige war 32 Jahre lang Partner der Bank mit Sitz in in der Rhonestadt. Im Jahr 1982 wurde Lombard Managing Partner, zwischen 1995 und 2008 war er Senior Partner. Der Ökonom war unter anderem verantwortlich für die Investmentstrategie sowie für die Kommunikation und für das Personalmanagement. Seine grosse Leidenschaft wurde indessen zusehends die Philanthropie.

Philanthropisch weiterhin engagiert

Die 1796 gegründete Privatbank lobt Lombard als einen universell respektierten Bankier, der das Modell des Privatbankiers schlechthin verkörpert, immer im Dienste der Kunden zu stehen.

Thierry Lombard bleibt in mehreren Stiftungen aktiv, darunter die Fondation Lombard Odier und die Fondation Philanthropia.

Seit Anfang 2015 neu 7 Partner

Die Bank wird nun seit 1. Januar 2015 von sieben Teilhabern geleitet, die bereits in der siebten Generation von Bankiers an der Spitze des Unternehmens stehen:

  • Patrick Odier
  • Bernard Droux
  • Anne-Marie de Weck
  • Christophe Hentsch
  • Hubert Keller
  • Frédéric Rochat
  • Hugo Bänziger

Patrick Odier bleibt primus inter pares innerhalb des Teilhaber-Gremiums der Gruppe. Als neue Vizepräsidentin der Schweizer Bank Lombard Odier & Co. AG ist Anne-Marie de Weck ernannt worden. Auch typisch Privatbank: Das Institut betont gegenüber «L'Agefi», es habe den Rückzug von Thierry Lombard seit Juni 2008 (!) sorgfältig vorbereitet.

Oder getreu der landläufigen Maxime: «Wir denken in Generationen.»

 

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NEWS GANZ KURZ

Responsability

Die niederländische Entwicklungsbank FMO hat Nachrangdarlehen im Wert von 67,4 Millionen Dollar an den Zürcher Mikrofinanz-Spezialisten Responsability verkauft. Das Portfolio umfasst Transaktionen mit neun Finanzinstituten, die in 14 Entwicklungs- und Schwellenländern tätig sind und vorwiegend KMU bedienen.

Acrevis

Die von St. Gallen aus operierende Regionalbank hat im ersten Halbjahr 2016 einen Gewinn von 9,8 Millionen Franken erzielt, minim mehr als im Vorjahr. Die Kundenausleihungen nahmen leicht um 1,6 Prozent zu, die verwalteten Vermögen um 2,7 Prozent.

Valartis

Die liechtensteinische Finanzaufsicht und die Börse Hongkong haben den Verkauf ihrer Liechtensteiner Tochter der Valartis Gruppe an die Citychamp Watch & Jewellery Group genehmigt hat. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2016 abgeschlossen werden.

Swiss Life

Der Zürcher Heimatschutz (ZVH) gibt beim Warenhaus Manor auf. Er akzeptiert den Entscheid des Verwaltungsgerichts, dass das Manor-Gebäude an der Zürcher Bahnhofstrasse kein Warenhaus bleiben muss. Die Eigentümerin der Liegenschaft, die Swiss Life, will das traditionsreiche Gebäude umbauen und umnutzen.

WIR Bank

Die Genossenschaft-Bank hat den Halbjahresgewinn um 115 Prozent auf 17,2 Millionen Franken gesteigert. Zwar wurde das Ergebnis auch durch den Verkauf von nicht benötigten Immobilien begünstigt, doch auch ohne diesen ausserordentlichen Ertrag lag das Gewinnwachstum bei 44 Prozent.

Luzerner Kantonalbank

Die Luzerner Kantonalbank begibt eine 0,1-Prozent-Anleihe über 375 Millionen Franken. Die Laufzeit beträgt fünfzehn Jahre. Zeichnungsschluss ist der 12. September, die Liberierung erfolgt auf den 15. September 2016.

Allianz Suisse

Der Sachversicherer hat im ersten Halbjahr das Prämienvolumen um 1,9 Prozent auf rund 1,37 Milliarden Franken erhöht. Der Halbjahres-Gewinn kletterte um 12,2 Prozent auf 142 Millionen Franken. Damit setzt Allianz Suisse den positiven Trend fort.

Zürcher Kantonalbank

investiere.ch, die Schweizer Investitionsplattform für Startups, hat eine Finanzierungsrunde über 3,5 Millionen Franken abgeschlossen. Die Zürcher Kantonalbank hat sich dabei substanziell an der Kapital-Erhöhung beteiligt und ist neu Minderheitsaktionärin von investiere.ch.

Swiss Life

Corpus Sireo, eine Tochter-Gesellschaft der Swiss Life Asset Managers, kauft die Firmensitze der Zurich Deutschland in Köln und Bonn. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Was Corpus Sireo mit den Objekten vor hat, ist noch Gegenstand von Verhandlungen mit den Behörden.

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