UBS: Derivategeschäft gerät ins Visier der USA

Die Untersuchungen wegen Devisenmanipulationen laufen noch – und schon öffnet sich in Amerika eine neue Front für die Schweizer Grossbank: Behörden wollen dort jetzt wissen, ob das Institut Kunden mit Devisen-Derivaten übervorteilte.

Privatkläger brachten in den USA offenbar einen Stein ins Rollen. Vor einem Gericht in Florida hatten sie die Schweizer Grossbank UBS wegen Verlusten auf Devisen-Derivaten eingeklagt – mit Folgen.

Wie die Agentur «Bloomberg» am Dienstag berichtete, interessiert sich nun offenbar auch das US-Justizministerium (Department of Justice DoJ) für die von der UBS vertriebenen Produkte. Dem Bericht zufolge will die Behörde etwa wissen, ob die Schweizer ihren amerikanischen Kunden nicht zu hohe Gebühren für die den Produkten unterliegenden Devisentransaktionen berechneten.

Verhängnisvolle V10

Laut der Agentur sei die Devisen-Derivate unter dem Etikett V10 an Privatanleger und Institutionelle Investoren verkauft worden. Als die Währungsmärkte wegen der Eurokrise im Jahr 2010 in Turbulenzen gerieten, hätten die Vehikel massiv an Wert verloren, so «Bloomberg».

Gegenüber der Agentur gab die UBS an, sich vehement gegen die Privatklage zu wehren. Bezüglich der Untersuchung durch das US-Justizministerium hielt die Bank sich hingegen bedeckt.

Wohl mit guten Grund: Das Department of Justice hat die Untersuchungen im so genannten Forex-Skandal um Devisenmanipulationen gegen die UBS noch nicht abgeschlossen.

Die Gefahr der Wiederholungstat

Der Skandal hat der Grossbank bereits horrende Bussen eingetragen, wie auch finews.ch berichtete.

So verknurrte die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) die UBS letzten November zu einer Zahlung von 134 Millionen Franken. Zusätzlich hat die UBS im Rahmen von Vergleichen, an denen eine Anzahl weiterer Banken beteiligt ist, Strafzahlungen von 290 Millionen Dollar an die amerikanische Aufsichtsbehörde CFTC zugestimmt. Eine weitere Busse von 234 Millionen Pfund geht an die britische Finanzaufsicht FCA, ebenfalls im Rahmen von Vergleichen, an denen sich weitere Banken beteiligen.

Kommt das US-Justizministerium zum Schluss, dass die UBS eine Widerholungstäterin ist, dann könnte es für die Bank in Amerika eng werden. Die Behörde droht in solchen Fällen mit drakonischen Strafen.

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Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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