UBS gegen Credit Suisse: Der grosse Fintech-Showdown im Tropenstaat

Die UBS eröffnet in Singapur ein Entwicklungslabor für digitale Bankdienstleistungen und zwingt so die bisherige Trendsetterin Credit Suisse zu neuen Innovationen.

Die UBS nimmt im Stadtstaat Singapur eine Denk- und Forschungsschmiede in Betrieb, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Das Innovationszentrum trägt den Namen «Evolve – Centre for Design Thinking and Innovation».

Der Name ist Programm: So sollen in Zusammenarbeit mit Kunden und IT-Experten neue, benutzerfreundliche Produkte im Bereich Wealth Management entstehen, wie weiter zu erfahren war.

Nach Zürich und London, nun auch Singapur

Das Innovations-Lab befindet sich auf dem 150'000 Quadratmeter grossen Ausbildungscampus der UBS, den die Bank der Schweiz seit 2007 betreibt. So vereinige die UBS ihre Investments in Mitarbeiter und in Ideen unter einem Dach, sagte Edmund Koh (Bild oben, 4. von links), Leiter der UBS Singapur.

UBS Evolve 502

UBS-Ausbildungscampus in Singapur

Mit der jüngsten Initiative in Singapur betreibt die UBS nun neben Zürich und London (Level 39) bereits das dritte Innovationslab. Mit der Eröffnung – die von UBS-Wealth-Management-Chef Jürg Zeltner (Bild oben, 2. von links) eng begleitet wird – lanciert die Grossbank eine Wealth-Management App.

Ein neuer digitaler Kontakt

Über dieses Tool sollen Kunden mit relevanten Informationen versorgt werden. Zudem lassen sich mit der App auch Portfolios überprüfen und Abweichungen von der jeweiligen Anlagestrategie ermitteln. Der Funktionsumfang ähnelt somit dem bereits bestehenden Service UBS Advice, der seit Ende April 2015 in digitaler Form den Schweizer Affluent-Kunden zur Verfügung steht. Darüber hat finews.ch auch schon berichtet.

Dass die App in Asien lanciert wird, ist kein Zufall. Die Asiaten gelten gegenüber Digital Private Banking als besonders aufgeschlossen. Fast 40 Prozent der asiatischen Kundschaft zögen den digitalen Kontakt einem direkten Kontakt vor, sagte Ketan Samani (Bild oben, 1. von links), Chief Digital Officer der UBS in der Region Asien-Pazifik.

UBS Evolve 501 

Rundgang durch das UBS-Innovations-Lab «Evolve»

Im Vorgarten der Credit Suisse

Mit ihrem neuen Forschungszentrum in Singapur konkurrenziert die UBS ganz klar auch die Credit Suisse (CS), die im asiatischen Stadtstaat bereits seit rund einem Jahr ein Innovations-Lab unterhält. Es befindet sich in Serangoon im östlichen Teil Singapurs.

In Asien zählt die CS zu den Vorreitern in Sachen Digital Private Banking. So hat die Schweizer Grossbank bereits im vergangenen März in Singapur eine App für Private-Banking-Kunden vorgestellt, wie auch finews.ch berichtete.

Dicht an den Fersen

Und laut Marco Abele, Leiter Digital Private Banking bei der CS, ist die Bank in Asien mittlerweile marktführend. Sie gewinne laufend neue Kundschaft hinzu, sagte er unlängst gegenüber der «Handelszeitung».

Mit ihrem neuen Innovations-Lab hat sich die UBS dicht an den Fersen der Credit Suisse gesetzt und erhöht so den Innovationsdruck ganz generell.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nackfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

Das sind die grössten Family Offices

Ein Ranking zeigt, wem superreiche Familien ihr Geld anvertrauen.

Selection

Wo die grossen Vermögen lagern

Hier liegt das Geld

Ein virtueller Rundgang durch die Tresore der Schweizer Banken.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News