Zumindest Marc Faber kauft Gold

Der bekennende Goldfan Marc Faber muss zwar seine einst in Stein gemeisselte Prognose widerrufen. Doch das hält ihn nicht davon ab, sich nun gegen die allgemeine Marktmeinung zu stellen und Gold zu kaufen, wie er gegenüber finews.ch erklärt.

Gold werde nie mehr unter die Marke von 1'000 Dollar fallen, sagte der Schweizer Investment-Guru Marc Faber (Bild) im November 2009 als der Goldpreis erstmals diese Marke knackte.

Lange Zeit blieb der in Thailand lebende Anlageprofi mit seiner Prognose denn auch richtig. Der Edelmetallpreis kletterte im September 2011 gar auf ein Allzeithoch von über 1'900 Dollar die Unze. Für Faber, der gemäss früheren Angaben stets ein Viertel seines Portfolios in Gold hält, ein gutes Geschäft.

Alles ist möglich

Doch seit dem Allzeithoch hat der Goldpreis tiefen Fall erlebt. Mit rund 1'100 Dollar notiert das Edelmetall inzwischen wieder nahe der von Faber als nicht mehr zu unterbietenden Kursmarke. Die Mehrheit der Edelmetall-Spezialisten rechnet in nächster Zeit gar mit einem Goldpreis unter 1'000 Dollar, wie auch finews.ch berichtete.

Angesprochen auf die derzeit schlechte Stimmung hinsichtlich des Edelmetalls sagt Faber auf Anfrage von finews.ch: «Alles ist möglich.» Das heisst mit anderen Worten, selbst seine Prognose vom November 2009 ist nicht in Stein gemeisselt.

Marc Faber stockt sein Golddepot auf

Doch Faber wäre nicht Faber, wenn er nicht auch jetzt wieder eine Empfehlung auf Lager hätte: nämlich, dass Gold sich nun in einem «buying range» befinde. Er selber werde die aktuelle Goldschwäche dazu nützen, um seine Bestände auszubauen.

Denn laut seinem Dafürhalten erholt sich die weltweite Wirtschaft keineswegs. Vielmehr drohe in sechs bis zwölf Monaten eine neuerliche Rezession, sagt Faber.

Vor diesem Hintergrund geht er davon aus, dass die Notenbanken weltweit das Finanzsystem mit noch mehr Geld überschütten werden. Und dies werde die Inflation endgültig nach oben treiben und zwangsläufig zu einer neuen Rohstoff-Hausse führen.

Es droht ein Währungskrieg

Die jüngsten Interventionen der chinesischen Notenbank geben Marc Faber recht. Als Reaktion auf die Wirtschaftsschwäche hat sie den Renminbi deutlich abgewertet. Davon betroffen sind zunächst die asiatischen Volkswirtschaften, die mit China in direktem Wettbewerb stehen.

Doch gleichzeitig hat damit auch ein globaler Abwertungswettbewerb eingesetzt, bei dem einzelne Länder gezielt ihre Währung ebenfalls schwächen werden, um so ihre Exportindustrie zu begünstigen und letztlich die Konjunktur anzukurbeln. 

Bald schon fröhliche Urständ feiern?

Insofern hat Faber durchaus recht, wenn er betont, dass die Entwicklung in China wesentlich bedeutsamer sei als das, was derzeit in Griechenland und in der EU ablaufe. Unter diesen Prämissen könnte sich Gold nun tatsächlich in einem «buying range» befinden und möglicherweise schon bald fröhliche Urständ feiern. C'est à suivre.

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Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

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Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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