Überschuldete Schweizer Privatbank geht in Konkurs

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat am Montag den Konkurs über die Bank Hottinger & Cie eröffnet. Diese Massnahme wurde nötig, da der Bank eine Überschuldung drohte, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist.

Eine Sanierung sei intensiv geprüft worden, konnte aber nicht erreicht werden, wie es weiter heisst. Die privilegierten Einlagen können gemäss heutigen Berechnungen aus den vorhandenen Mitteln der Bank vollumfänglich zurückerstattet werden.

Ungelöste Rechtsfälle

Die Finma stellte vor einiger Zeit fest, dass die Bank Hottinger auf Grund stetiger Verluste sowie ungelöster Rechtsfälle das bankengesetzlich erforderliche Mindestkapital unterschritt. Darüber hatte auch finews.ch berichtet.

Die Finma führte intensive Diskussionen mit der Bank und anderen Beteiligten über Möglichkeiten für eine nachhaltige Stabilisierung des Instituts.

Besorgnis einer Überschuldung

Die von der Bank und ihren Aktionären hierfür unternommenen Anstrengungen waren nicht erfolgreich. Eine geplante Rekapitalisierung wurde nicht realisiert, und die Mindestkapital-Grenze blieb unterschritten. Ein geeigneter Investor zur Übernahme der Bank stand ebenfalls nicht bereit. Somit gab es keine Aussicht auf eine Sanierung der Bank.

Da die Anforderungen an das Mindestkapital nicht mehr erfüllt waren und keine Aussicht auf eine Sanierung bestand, musste die Bank liquidiert werden, folgert die Aufsichtsbehörde. Aufgrund der Liquidationskosten bestehe zudem die Besorgnis einer Überschuldung. Diese führte zur Eröffnung des Konkurses, so die Finma.

Die Finma ernannte Brigitte Umbach-Spahn und Karl Wüthrich (Wenger Plattner Zürich) als Konkursliquidatoren für die Durchführung des Verfahrens.

Rückerstattung der privilegierten Einlagen

Primäres Ziel der Finma ist der Schutz der Einleger. Der Konkursliquidator wird daher in einem ersten Schritt die Kundenguthaben bis 100‘000 Franken (privilegierte Einlagen) rasch zurückerstatten. Gemäss heutigen Berechnungen können die privilegierten Einlagen mit den vorhandenen Mittel vollumfänglich ausbezahlt werden.

Somit wird die Einlagensicherung der Schweizer Banken (Esisuisse) nicht involviert werden müssen. Ausserdem werden die Wertschriftendepots der Kunden abgesondert und zurückerstattet.

Die Bank Hottinger & Cie AG ist eine in der Vermögensverwaltung spezialisierte Bankengruppe mit Hauptsitz in Zürich und einer bedeutenden Filiale in Genf. Die Bank weist eine Bilanzsumme von ungefähr 145 Millionen Franken auf, hat etwa 1'500 Kunden und rund 50 Angestellte.

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Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

EIB

Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

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