ZKB steigert Gewinn dank Swisscanto

Die Zürcher Kantonalbank profitiert von ihrer Swisscanto-Übernahme. Die Erträge aus dem Asset Management verhelfen der Staatsbank 2015 zu einer Gewinnsteigerung. Noch immer fliessen Kundenvermögen ab.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat ihm vergangenen Geschäftsjahr ihren Gewinn um 12 Prozent auf 722 Millionen Franken gesteigert. Der Anstieg ist der Übernahme von Swisscanto zu verdanken und einem deutlich tieferen Zinsaufwand, wie der Mitteilung der ZKB am Freitag zu entnehmen ist.

CEO Martin Scholl bezeichnete das Ergebnis in Anbetracht des herausfordernden Umfelds als erfreulich. «Mit der erfolgreichen Integration von Swisscanto sind unsere Erträge künftig noch breiter abgestützt. Das macht unser Geschäftsmodell noch stabiler,» so Scholl.

Tatsächlich hat Swisscanto hauptsächlich zur Ergebnissteigerung beigetragen. Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft steigerte sich um 26,1 Prozent.

Schwache Erträge aus dem Zinsgeschäft

Das Zinsgeschäft, welches noch immer die Hälfte der Erträge der ZKB generiert, brach nur darum nicht ein, weil der Zinsaufwand im Vergleich zum Vorjahr um über 33 Prozent tiefer war.

Die Einnahmen aus dem Zinsgeschäft sanken nämlich um über 7 Prozent. Dabei weitete die ZKB ihr Hypothekengeschäft weiter aus. Das Volumen wuchs um 2,3 Milliarden Franken.

Die Bank profitierte auch vom volatilen Marktumfeld, was sich in einer deutlichen Steigerung des Handelserfolgs niederschlug, der 328 Millionen Franken erreichte.

Kundengeld-Abflüsse

Die verwalteten Vermögen erreichten dank der Swisscanto-Übernahme 257,5 Milliarden Franken, also knapp 50 Milliarden Franken mehr als im Vorjahr. Allerdings verlor die ZKB im letzten Jahr weiterhin Kundenvermögen. Die Abflüsse beliefen sich netto auf 2,5 Milliarden Franken.

Keine Informationen gab es vorläufig zum Stand der Verhandlungen mit den US-Justizbehörden im Steuerstreit. Die ZKB gehört zu den Kategorie-1-Banken und gewärtigt eine Busse, die im dreistelligen Millionenbereich erwartet wird.

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Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt.

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