Das sind die grössten Robo-Advisor

Roboter, Bild Shutterstock

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Von 17 auf 31 Milliarden Dollar verwaltete Vermögen: Das ist eine Leistung, die wohl so manchen Banker aus Fleisch und Flut neidisch macht. Indes, erzielt hat das Wachstum eine Maschine. Nämlich der letzte Mai lancierte Vermögensverwaltungs-Roboter Personal Advisor Services des amerikanischen Fondshauses Vanguard.

Dies zeigt ein Ranking von so genannten «Robo Advisor» des Branchenportals «Investment News» (siehe Grafik unten).

Etablierte Kräfte

Nicht nur verdoppeln, sondern gar um das Fünffache steigern konnte der Dienst Schwab Intelligent Services die ihm anvertrauten Vermögen – sie kletterten im Verlauf des Jahres 2015 von 0,8 Milliarden auf nicht weniger auf 5,3 Milliarden Dollar. Hinter jenem Robo-Advisor steckt ebenfalls ein etablierter US-Vermögensverwalter, nämlich Charles Schwab.

RoboadvisorGrafik 500

Laut dem Bericht ist jene Herkunft entscheidend. Das fulminante Wachstum kam nämlich zustande, weil sowohl Vanguard wie auch Schwab bestehende Bestände auf den neuen Roboter «umlegen» konnten. Diese Quelle blieb hingegen der kleineren Wealthfront, ein US-Fintech-Startup der ersten Stunde, versagt. Der Jungfirma, die sich direkt an Privatanleger wendet, war denn auch kein so explosives Wachstum vergönnt.

Lektion für Schweizer Szene

Damit wird offensichtlich, dass es auch im Bereich der Maschinen-Vermögensverwalter für Start-ups alles andere als einfach ist, etablierte Schwergewichte aus dem Markt zu drängen. Denn wer schon die nötigen Volumen hat, der kann Innovationen wesentlich schneller zum Fliegen bringen.

Diese Lektion dürfte auch auf die Schweiz zutreffen, wo reine Robo-Advisor wie Truewealth hart an ihren Volumen arbeiten müssen.

Wenn hierzulande die Postbank Postfinance oder möglicherweise auch bald die Grossbank UBS in grossem Stil ins Rennen steigen, dürfte es für junge, kleinere Mitspieler schwierig werden.

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NEWS GANZ KURZ

Raiffeisen

Die Zertifizierung der Energieeffizienz von Gebäuden erfährt in der Schweiz laut Raiffeisen breite Unterstützung. Die genossenschaftlich organisierte Bank und grösste Hypothekengeberin der Schweiz trägt dem Rechnung und bietet neu eine energetische Immobilienbewertung in der Hypothekenberatung an.

Profidata

Profidata, der Softwaredienstleister für Finanzunternehmen, hat in Deutschland die Abraxas übernommen. Abraxas ist spezialsiert auf die Konsolidierung und Qualitätssicherung von Finanzmarktdaten, Marktgerechtigkeitsprüfungen und Fair-Value-Berechnungen.

SigFig

Der amerikanische Robo-Advisor, an dem sich kürzlich auch die UBS beteiligte, hat eine weitere Finanzierungs-Runde erfolgreich hinter sich gebracht. Von diversen Investoren, darunter die Schweizer Grossbank und die spanische Banco Santander, löste SigFig rund 40 Millionen Dollar.

State Street

Der US-Asset-Manager State Street ist in Genf zum offiziellen Research Partner des International Forum of Sovereign Wealth Funds gewählt worden. Eines der ersten Forschungsprojekte sind langfristige Anlagestrategien.

Unicredit

Unicredit steigt in den Schweizer ETF-Markt ein. Die italienische Bank emittiert zwei ETFs an SIX Swiss Exchange und übernimmt für diese auch das Market Making. Damit wächst die Zahl der ETF-Anbieter an SIX Swiss Exchange erstmals auf 22 und die Produktauswahl steigt auf einen neuen Höchststand von 1‘240 Produkten.

Swisscard

Die Kreditkarten-Tochter der Grossbank Credit Suisse emittiert weitere so genannte Asset Backed Securities (ABS) zur eigenen Refinanzierung. Die neue Transaktion im Umfang von 200 Millionen Franken besteht aus drei Tranchen mit einer Laufzeit von drei Jahren, die an der SIX kotiert werden.

Credit Suisse

Die mächtige Rating-Agentur Fitch zieht der Schweizer Grossbank Punkte ab. Das Langzeit-Bonitäts-Rating senkt die Agentur dazu um eine Stufe auf A- von bislang A gesenkt. Der Ausblick wird auf «stabil» von «positiv» revidiert. Die Rating-Abstufungen begründet Fitch mit der Anfälligkeit des Geschäftsmodells der Bank gegenüber den gestiegenen Herausforderungen an den Kapitalmärkten.

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