Vontobel: Private Banking bald im «Big Apple»

New York, Bild Shutterstock

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In der Schweiz steht Bank Vontobel zuweilen im Ruf einer Zauderin, was den Ausbau des Private Banking betrifft. Ganz und gar unzutreffend ist jenes Bild in den USA: dort gehört die Bank zu den umtriebigsten Schweizer Playern im Geschäft mit reichen Amerikanern.

Vor fünf Jahren startete das Zürcher Institut mit Vontobel Swiss Wealth Advisors, eine von der amerikanischen Börsenaufsicht SEC lizensierte Einheit, mit der sie von der Schweiz aus das Geschäft mit vermögenden US-Bürgern aufnehmen konnte. 2013 ging Vontobel in der texanischen Ölstadt Dallas «onshore». Die Metropole weist die schnellstwachsende Millionärs-Bevölkerung der gesamten USA auf.

Vermögen auf 2 Milliarden Franken gesteigert

Humbel 500Patrice Humbel (Bild links), der für Swiss Wealth Advisors in Genf zuständig ist, besprach nun mit der Westschweizer Zeitung «L'Agéfi» (Artikel bezahlpflichtig) die nächsten Ausbauschritte. Demnach soll 2016 für die Einheit ein noch erfolgreicheres Jahr werden als das abgelaufene 2015. Laut Humbel verwaltet die Einheit derzeit Vermögen im Umfang von 2 Milliarden Franken von rund 600 amerikanischen Kunden. Alles steuerkonform, wie der Vontobel-Banker betonte.

Doch Swiss Wealth Advisors will weitere Vermögen an sich ziehen. Dazu verstärkt die Einheit das rund 30 Köpfe zählende Team in der Filiale Dallas mit weiterem Personal – und fasst nun zusätzliche Niederlassungen ins Auge.

Knacknuss New York

Humbel zufolge ist Swiss Wealth Advisors aktiv daran, nach Möglichkeiten für Niederlassungen in New York, Florida und Kalifornien zu suchen. finews.ch hatte bereits letzten Herbst über einen nächsten Expansionsschritt in den USA berichtet.

Nun wird es spannend zu sehen sein, wie rasch Swiss Wealth Advisors diese Pläne auch umsetzen kann. Insbesondere New York, das als notorisch «overbanked» gilt, könnte sich da noch als Knacknuss erweisen.

Rückschlag in Dallas

Ebenso ist Swiss Wealth Advisors nicht gegen Rückschläge gefeit. So verlor die Vontobel-Tochter jüngst in Dallas den Kundenberater Oliver Hohermuth an die Genfer Banque Reyl – welche diesen prompt als Leiter ihrer eigenen Niederlassung in der Ölstadt einsetzte.

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NEWS GANZ KURZ

Clientis Bank im Thal

Die Regionalbank hat den Halbjahresgewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich um über 30 Prozent auf 385'000 Franken gesteigert. Dazu beigetragen hat das gute Zinsengeschäft mit einem Plus von 11,4 Prozent auf 2,1 Millionen Franken.

Crealogix

Das Bankenberatungszentrum St. Gallen und Crealogix haben eine Partnerschaft für die betriebliche Aus- und Weiterbildung im Finanzbereich beschlossen: Mit der Lösung «I know! Banking» bieten die beiden Unternehmen eine Cloud-Lösung mit digitalen Lerninhalten zu den wichtigsten Themen im Banking an.

Compagnie Financière Tradition

Das Lausanner Brokerhaus hat im ersten Semester 2016 einen stabilen Ertrag von 425 Millionen Franken erzielt. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies allerdings einem Rückgang um 1,6 Prozent.

Urner Kantonalbank

Das Finanzinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 trotz besserem Geschäftsgang weniger Gewinn gemacht. Dieser sank um 7,5 Prozent auf 8,5 Millionen Franken. In der Vorjahresperiode hatte die Bank ausserordentlich vom Verkauf ihrer Swisscanto-Beteiligung profitiert. Im Zinsengeschäft gab es ein Plus von 13,8 Prozent auf knapp 17 Millionen Franken. Per Ende Jahr erwartet das Management ein Ergebnis über Vorjahr.

UBS

Die Grossbank UBS ist noch vor dem IT-Riesen Google der beliebteste Arbeitgeber für Schweizer Hochschul-Absolventen, wie das Beratungsunternehmen Trendence berichtete. Die Banken bleiben die beliebteste Branche der Wirtschafts-Wissenschaftler: Neben der UBS befinden sich die Credit Suisse, die Schweizerische Nationalbank und Julius Bär unter den Top 20 der gesuchtesten Arbeitsadressen.

Schwyzer Kantonalbank

Im ersten Halbjahr sank der Gewinn des Innerschweizer Finanzinstituts um 3,4 Prozent auf knapp 33 Millionen Franken. Unter anderem belasteten höhere Wert-Berichtigungen auf Beteiligungen das erste Halbjahr. Dank einer substanziellen Volumenzunahme kam das Zinsengeschäft mit einem Brutto-Erfolg von gut 91 Millionen Franken in etwas auf Vorjahres-Niveau zu liegen. Für das 2016 rechnet die Bank mit einem Jahresergebnis leicht unter Vorjahr.

Bank Coop

Die Bank Coop hat im ersten Halbjahr 2016 einen leichten Gewinnrückgang auf 22,7 Millionen Franken erlitten. Die Bank erklärt dies mit höheren Investitionen für verschiedene digitale Projekte, Umbauten sowie einer höheren Zuweisung an die Reserven für Bankrisiken. Im Zinsengeschäft konnte Bank Coop leicht zulegen, warnt jedoch vor dem anhaltenden Margendruck.

Fonds

Die «Brexit»-Turbulenzen haben auch bei den in der Schweiz gehandelten Fonds Spuren hinterlassen. Laut dem Schweizerischen Fondsverband Sfama verminderten sich die verwalteten Vermögen um 17 Milliarden Franken. Die Netto-Mittelabflüsse betrugen knapp 2,3 Milliarden Franken.

Freiburger KB

Das Staatsinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 einen Gewinn-Rückgang um 5,3 Prozent auf 68,5 Millionen Franken verzeichnet. Die Bank leidet unter dem Negativzins-Umfeld. Im Hauptgeschäft der Bank, dem Zinsengeschäft, resultierte denn auch ein um 2,6 Prozent gesunkener Nettoerfolg auf gut 107 Millionen Franken. Für das Gesamtjahr bleibt die Kantonalbank dennoch zuversichtlich.

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