Credit Suisse verordnet freies Wochenende für Investmentbanker

Bild: flickr.com

Die Wall-Street-Banken sind berüchtigt für ihre langen Arbeitszeiten. Nachtschichten, so genannte «All Nighters», und 100-Stunden-Wochen gehören zum Alltag eines Investmentbankers – vor allem bei Jungbankern. 

Die Credit Suisse (CS) will nun vom Workaholic-Image in dieser Bankbranche wegkommen und verordnet ein Arbeitsverbot an Wochenenden. Dies berichtete die Nachrichtenagentur «Reuters» am Donnerstag. 

Ausnahmen sind möglich

Konkret: Von 7 Uhr am Freitagabend bis 12 Uhr am Sonntagmittag sind für Investmentbanker die Büros geschlossen. Der «Protecting Friday Night» genannte Erlass wurde den Angestellten der Abteilung Investmentbanking und Kapitalmärkte Europa, Naher Osten und Asien am 23. Mai per E-Mail zugestellt. 

Die getroffene Lösung resultierte laut Bericht aus einer bankinternen Umfrage über das Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben. Ausnahmen vom Büroverbot gebe es nur, wenn ein wichtiger Deal anstehe oder vorbereitet werde, sagte ein Angestellter gegenüber «Reuters». 

UBS verordnet Freizeit

Neben der CS haben auch andere Grossbanken Massnahmen gegen Workaholics getroffen. Die US-Grossbank J.P. Morgan diktierte ihren Leuten ebenfalls freie Wochenenden, sofern kein wichtiger Deal anstehe. Und UBS-Angestellte können sich pro Woche zwei Stunden persönliche Auszeit nehmen, wie auch finews.ch berichtete.

 

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NEWS GANZ KURZ

Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

EIB

Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

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