UBS: Buy, Hold, Sell? Stimmen nach den Zahlen

Hier die Kurzzusammenfassung von Analysten-Einschätzungen, die nach der gestrigen Publikation der Quartalsergebnisse veröffentlicht wurden.

• J.P.Morgan hat das Kursziel für UBS von 20,00 auf 19,00 Franken gesenkt. Die Einstufung bleibt aber auf «Overweight».
Die tieferen Gewinnschätzungen spiegeln vorsichtigere Erwartungen für das FICC-Geschäft im zweiten Halbjahr, so Analyst Kian Abouhossein. Kurzfristig sei eine unterdurchschnittliche Kursentwicklung möglich. Allerdings sei der Markt langfristig zu pessimistisch und berücksichtige mögliche Erfolge der UBS-Restrukturierung nicht – deshalb «Overweight».

• Nomura hat das Kursziel für UBS von 22,00 auf 21,00 Franken gesenkt. Die Einstufung bleibt aber auf «Buy».
UBS habe die Gewinnerwartungen wegen eines schwächeren Handelsergebnisses verfehlt, schrieb Analyst Jon Peace. Dass es nach der Streichung der mittelfristigen Gewinnziele («15 Milliarden Vorsteuergewinn») noch keine konkreten neuen Prognosen gebe, könnte die Aktien belasten. Langfristig sei die UBS-Aktie allerdings weiterhin wertvoll.

• Die Commerzbank belässt die Einstufung für UBS und das Kursziel unverändert – bei 17 Franken und auf «Hold».
Der Reingewinn der Grossbank im zweiten Quartal habe seine Prognose verfehlt, schrieb Analyst Michael Dunst. Aber die Entwicklung des Net New Money im Wealth Management habe positiv überrascht.

• Die WestLB belässt die Einstufung für UBS auf «Neutral».
Auf den ersten Blick habe die Bank im zweiten Quartal die Erwartungen verfehlt, schrieb Analyst Georg Kanders. Insbesondere beim Investmentbanking habe UBS enttäuscht. Das Wealth Management erscheine dagegen besser.

Vontobel bleibt bei der Einstufung «Buy». Das Kursziel – zuletzt 19 Franken – werde derzeit überprüft.
Der Gewinn fürs zweite Quartal habe den Erwartungen von Vontobel Research entsprochen. Der Nettoneugeldzufluss habe die Erwartungen unterboten, die Assets under management hätten unter dem starken Franken gelitten.

• Die Deutsche Bank senkt das Kursziel für UBS nach den Quartalszahlen von 17 auf 16 Franken. Die Einschätzung bleibt aber auf «Hold».

• Die Credit Suisse senkte das Kursziel für UBS von 20,50 auf 18,45 Franken. Die Einstufung blieb weiterhin auf «Neutral».

• Die deutsche WGZ Bank senkte das Kursziel von 16 auf 13 Franken. Die Einstufung wird von «Halten» auf «Verkaufen» herabgesetzt.

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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