Marc Faber: Man muss Gold haben, aber es ist riskant

An einer Konferenz brandmarkte der Krisen-Warner die offiziellen Inflationszahlen der USA als Schwindel – und sagte viele Blasen voraus.

Inzwischen sei es egal, wer im Weissen Haus regiere, sagte Marc Faber in seinem Vortrag an der Konferenz der London-Bullion-Market-Association in Hong Kong; von dort berichtet unter anderem das australische Anlegerportal «The Bull».

«Die staatlichen Ausgaben durch Wohlfahrts- und Militär-Budgets sind ausser Kontrolle geraten», so Faber. «Die Steuern sind niedrig, und die meisten Ausgaben sind nicht zu vermeiden.»

Eine Blase nach der anderen

Auch die expansive Geldpolitik der US-Notenbank Fed sei in diesem Umfeld nicht zu umgehen. Aber, so Faber: «Ben Bernanke kann in seinem Bereich so viele Dollarscheine abwerfen, wie er will, er weiss nicht, was wir damit tun werden.»

Es komme zu keiner ausgeglichenen Erhöhung aller Preise – sondern eher zu einer Blase nach der anderen. Mal seien Rohstoffe betroffen, mal Edelmetalle, Sammelobjekte, Löhne oder Finanzvermögen. Daraus entstehe nichts Nachhaltiges, nichts Produktives.

Deflationärer Kollaps kommt

In seinem Referat zerpflückte der Schweizer Investor zugleich die Informationspolitik und die offiziellen Inflationszahlen der USA: «Das Wahrheitsministerium, das Amt für Arbeitsmarktstatistik, ist kompletter Schwindel. Nur bei der Federal Reserve scheint man nicht zu essen und nicht Auto zu fahren.»

Faber offenbarte ausserdem, er werde lieber auf steigende Edelmetalle als auf steigende Industrie-Rohstoffe setzen. Gelegenheiten zur Investition in reale und produktive Vermögenswerte ergäben sich, wenn der zu erwartende finale deflationäre Kollaps eintrete. Wann das sei, könne er allerdings unmöglich sagen.

Bild von Bernanke auf Toilette

Faber entmutigte in seinem Vortrag zudem vor Goldbesitz in den USA oder sogar in der Schweiz: «Wenn Gold in Besitz einer Minderheit ist, wird der Staat es in einer Krise einkassieren». Trotzdem bewahre er selbst weiterhin 25 Prozent seines Goldes in der Schweiz auf – nicht in Asien, wo er seit fast 30 Jahren lebt.

«Ich habe auf meiner Toilette ein Bild von Mr. Bernanke. Und jedes Mal, wenn ich an einen Goldverkauf denke, schaue ich es mir an und weiss es besser», verriet Faber schliesslich.


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Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

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