US-Aussenminister John Kerry nutzt Steueroasen für seine privaten Investments

US-Aussenminister John Kerry, Ehefrau Teresa Heinz

Im Nachgang der Panama Papers gibt es eine neue Enthüllung: US-Aussenminister John Kerry nutzt Steueroasen für Millionen-Investments. Washington wird hellhörig.

John Kerry ist US-Aussenminister und damit der weltweite Chefdiplomat. Er ist Demokrat und mit der Erbin des Ketchup-Heinz-Imperiums, Teresa Heinz, verheiratet.

Kerry gilt als zweitreichster Politiker in Washington – und er nutzt Offshore-Zentren für private Investments. Dies hat «Dailycaller» kürzlich enthüllt, eine gesponserte Newsseite in Washington D.C.

Die Enthüllung ist gut getimt – und sie kommt wohl gezielt. Kein einziger amerikanischer Politiker ist in den Panama Papers, deren Recherche vom liberalen US-Establishment um George Soros und auch vom Schweizer Bund gesponsert wurde, bislang genannt worden.

Der Schuss kommt von rechts

Mitten im hitzigen US-Präsidentschaftswahlkampf hat nun ein News-Service einen der mächtigsten und einflussreichsten US-Demokraten angeprangert.

«Dailycaller» ist vom konservativen Tucker Carlson und von Neil Patel, einem ehemaligen Berater von Dick Cheney 2010 gegründet worden. Cheney war unter George W. Bush Vize-Präsident der USA gewesen.

Die Dokumente legen dar, dass Kerry und seine Frau Teresa über anonyme Stiftungen Millionen von Dollars in Fonds investiert haben, die auf insgesamt elf Offshore-Zentren liegen. Darunter die Cayman Islands und die British Virgin Islands. In jedem Fonds seien mindestens eine Million Dollar investiert, heisst es.

Hätte Kerry die Investments offenlegen müssen?

Die Investments sind legal, dennoch wird sich Präsident Barack Obamas Chefdiplomat erklären müssen. Handelt es sich um Steuervermeidung oder –hinterziehung? Wie erklärt Kerry seinem Chef diese Investments, der nach der Veröffentlichung der Panama Papers Reiche geisselte, sie hätten Geld für Anwälte, um Systemlücken auszunützen.

Warum hat Kerry seine Investments nicht aufgelöst, als er 2013 Secretary of State wurde, sondern teilweise sogar noch erhöht?

Kerry-Sprecher in der Bredouille

Die Organisation Congress Watch ist hellhörig geworden. Die stellvertretende Direktorin, Susan Harley, sagte zu «Dailycaller»: «Das sieht gar nicht gut aus. Eigentlich wäre zu erwarten, dass Regierungsangestellte die Gesetze achten. Sie müssen die Standars einhalten wie alle anderen auch.»

Kerrys Sprecher John Kirby sagte zunächst, Kerry habe keine Offshore-Investments. Denn er sei nicht der Begünstigte dieser Anlagen, die vollständig von Stiftungen und unabhängigen Treuhändern betreut würden.

Das ist natürlich Unsinn: Durch seine Ehe mit Teresa Heinz ist Kerry Begünstigter, was auch Kirby später eingestehen musste.

Zudem gilt für Kerry seit seiner Ernennung zum Aussenminister das Bundesgesetz, sämtliche Geschenke, zusätzliche Einkommen und Investments, welche seine Unabhängigkeit in Frage stellen oder einen Interessenkonflikt beinhalten könnten, offenzulegen. Einer der Heinz-Fonds investiert unter anderem in staatlich kontrollierte Unternehmen in China.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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