Welchen Footprint haben Finanzanlagen?

Die unabhängige Schweizer Globalance Bank hat erstmals den Footprint des Swiss Market Index analysiert und kommt dabei zu überraschenden Ergebnissen für Anleger.

Die Globalance Bank zeigt ihren Kunden als erste Bank den so genannten Portfolio Footprint, einen Indikator für positive und negative reale Wirkungen von Finanzanlagen. Damit wird die gängige Risiko/Rendite-Betrachtung um die Bewertung der Leistung für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt erweitert, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Der Portfolio Footprint misst positive und negative Wirkungen von Finanzanlagen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Mit dieser Innovation kommt die Bank einem zunehmenden Bedürfnis von Investoren entgegen, die im Zuge der Finanzkrise mehr Transparenz fordern und mehr über die Risiken und Wirkungen ihrer Anlagen wissen möchten.

reto_ringger_02Globalance-Gründer und CEO Reto Ringger (Bild links oben) erklärt: «Die Welt ist nicht nur ein Marktplatz, sondern auch ein Lebensraum. Mit dem Portfolio Footprint kombiniert die Globalance Bank erstmals Rendite und Wirkung von Finanzanlagen. Wir möchten mit dieser Innovation ein positives Zeichen für einen zukunftsorientierten Schweizer Finanzplatz setzen.»

Gute Aussichten für Anleger

Die Footprint-Analyse des Swiss Market Index (SMI) zeigt beispielsweise, dass sich durch die Optimierung des Footprints die Performance von Portfolios deutlich verbessern lässt.

Der Portfolio Footprint stelltgemäss weiteren Firmenangaben im Finanzmarkt eine Neuheit dar und wurde in Zusammenarbeit mit einem Netzwerk von unabhängigen Experten entwickelt. Die Footprint-Analyse erlaubt nicht nur, finanzielle Risiken zu erfassen, sondern auch relevante gesellschaftliche und ökologische Risiken zu bewerten und zu minimieren, wie es weiter heisst.

Analyse des SMI

Damit wird die gängige Risiko/Rendite-Betrachtung um die Bewertung der Leistung für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt erweitert. 
Positiver Footprint beeinflusst auch die Rendite positiv.

Eine Anwendung des Globalance Footprint auf den SMI-Index zeigt, dass dieser auf der siebenstufigen Skala lediglich Stufe vier, also «neutral» erreicht. Eine Analyse des SMI zeigt, dass durch die Auswahl von SMI-Unternehmen mit dem besten Footprint alternative Portfolios mit einem positiveren Footprint zusammengestellt werden können.

Mehrwert für Investoren

peter_zollingerDiese weisen über die letzten fünf Jahre eine bessere Rendite bei leicht tieferem Risiko auf. 
Der Unterschied ist substantiell: Während der traditionelle SMI in dieser Zeit 11,6 Prozent an Wert verlor, haben die zehn SMI-Unternehmen mit dem besten Footprint um 0,3 Prozent zugelegt.

Peter Zollinger (Bild links unten), Leiter Impact Research bei der Globalance Bank ergänzt: «Mit der Footprint-Analyse verstehen Anleger, wo ihr Vermögen arbeitet und was es konkret leistet. Sie erfahren mehr über relevante ökologische und gesellschaftliche Risiken in ihrem Vermögen. Das gibt ein Gefühl von Sicherheit und bringt die Freude am Investieren zurück.»

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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