Paul Krugman: Die Revolution kommt erst

Zwischen all den Warnungen vor dem nächsten einstürzenden Kartenhaus hören wir jetzt eine starke positive Stimme: Sie kommt von Paul Krugman.

Der Nobelpreisträger diskutierte soeben einen Punkt, die vor lauter Schulden- und Währungsproblemen gern vergessen geht: Es ist der technologische Fortschritt.

Ob es langfristig aufwärts oder abwärts geht mit unserer Wirtschaft, hängt bekanntlich auch stark davon ab – also von der Frage: Schaffen wir technologische Sprünge, die ein neues, starkes, langfristiges Wachstum auslösen können?

 

Jawohl, das schaffen wir – so die Antwort, die Paul Krugman jetzt in einem Interview mit «Business Insider»-Herausgeber Henry Blodget gab. Er selber habe ja lange gezweifelt, dass die IT-Revolution ähnlich stark sei wie frühere Revolutionen (wobei er aufs späte 19. Jahrhundert anspielte, als Brennstoffmotor und Elektrizität, Automobil und Flugzeug etwas entfesselten, das die Welt bis in die 1970er und 1980er vorantrieb).

Heute nun, so Krugman, erwarte er ernsthafte Fortschritte wegen der IT. Denn nach und nach greife die Informationstechnologie wirklich in die physische Welt ein.

Krugmans Beispiel: Wenn man Autos hat, die keine Fahrer mehr benötigen, verändere dies auch die Kapazitäten auf den Autobahnen (denn solche fahrerfreien Gefährte könnten dereinst im Pulk unterwegs sein). Und diese Veränderung wiederum sei massiv. «Und es wird nicht die einzige sein.»

Es gebe also eine gute Chance, dass wir langfristig wieder auf einen ähnlichen Wachstumspfad wie früher kommen.

Der entscheidende Punkt heute: Wenn wir die Eurokrise, die Inflationsgefahren, die Nullzins-Situation oder die notorisch schwächelnde Konjunktur unter diesem Blickwinkel betrachten, so erhalten sie ein völlig neues Gesicht. Einiges wirkt plötzlich harmloser (Staatsschulden-Krise, Konjunktur), anderes aber keineswegs (Inflation, Verteilungsfragen).

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