UBS-Schweiz-Chef Lukas Gähwiler fordert Regulierungsbremse

Die Schweizer Grossbank UBS sieht die hiesige Wirtschaft knapp an einer Rezession vorbeischrammen. Darum fordert Schweiz-Chef Lukas Gähwiler nun energische Massnahmen gegen «Wachstumshemmer» wie die ausufernde Regulierung.

Das Ende der Euro-Kursuntergrenze Mitte Januar durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) veränderte die Ausgangslage für die Schweizer Wirtschaft schlagartig.

Vor diesem Hintergrund erwarten die Ökonomen der UBS für das laufende Jahr eine deutliche Verlangsamung des Wirtschaftswachstums auf 0,5 Prozent, womit die Schweizer Wirtschaft knapp an einer Rezession vorbeischrammen dürfte – so deren Prognose in der jüngsten Ausgabe der Publikation «UBS Outlook Schweiz». Im Vergleich: Im Jahr 2014 verzeichnete die Schweiz ein BIP-Wachstum von 2 Prozent.

Innovationshemmende Gesetze

In diesem Zusammenhang meldet sich auch UBS-Schweiz-Chef Lukas Gähwiler (Bild) zu Wort. Stellvertretend für viele Bankleute in der Schweiz kritisiert er die ausufernde Regulierung. Doch damit benügt er sich nicht.

Er sagt: «Die vielen Regulierungen verursachen nicht nur hohe Kosten, sie sind in ihrer Konsequenz oft sogar innovationshemmend und kontraproduktiv.» Vor diesem Hintergrund schlägt er vor, auch neuartige Lösungsansätze in Betracht zu ziehen. «Warum nicht analog zu der so erfolgreichen Schuldenbremse eine Regulierungsbremse einführen?»

Unternehmertum in Gefahr

Die Regulierungsdichte ist objektiv messbar sogar deutlich angestiegen: Beispielsweise ist der Umfang der ordentlichen Rechtssammlung allein auf Bundesebene über die letzten zehn Jahre um 12'000 Seiten auf mittlerweile 66'000 Seiten Gesetze und Verordnungen angeschwollen. Im Rekordjahr 2012 wurden im Durchschnitt wöchentlich 140 Seiten neue Gesetze und Verordnungen erlassen, wie die UBS schreibt.

«Der Freiraum für unternehmerisches Handeln wird durch ein immer dichter werdendes Netz von Vorschriften und Regulierungen eingeengt. Das lähmt Innovationsgeist und Unternehmertum», warnt Daniel Kalt, UBS-Chefökonom für die Schweiz.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

 

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Wie Goldman Sachs 1,2 Milliarden Dollar aus Libyen versenkte
  • Blackrock-Mitgründerin: «Asset Manager sind keine Banken»
  • Nullzins-Politik: Und sie funktioniert doch – sagt Mario Draghi
  • Europas Zukunft steht auf dem Spiel
  • Bankchef muss auf 41 Millionen Dollar verzichten
  • Wohnen wie Leonardo DiCaprio
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram

Zürcher Bankenverband

Führende Vertreter der Schweizer Finanzbranche zum Thema Regulierung.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

SELECTION

Selection

Der Todesstoss fürs Online-Banking

Der Bankkunde von heute nutzt das Internet und Apps. Aber wie lange noch?

Selection

NEWS GANZ KURZ

Gottex

Der Hedgefondsanbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Das Unternehmen begründet die Verschiebung mit einem Verzug in den Verhandlungen um eine zweite Finanzierungstranche nach den Rekapitalisierungs-Massnahmen vom Sommer.

UBS

Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt. Die Zahlung erfolgte, weil die UBS ihre Broker nicht standesgemäss ausgebildet habe.

Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

weitere News