Baselbieter Landrat lehnt Lohndeckelung bei BLKB ab
Im Nachgang der hohen Abschreibungen auf die Radicant-Beteiligung hatte es im Baselbieter Landrat Vorstösse gegeben. Vorgesehen war etwa eine Lohndeckelung und die Wahl des Bankrates durch den Landrat, und nicht mehr die Baselbieter Regierung
So sollte der Bruttolohn von Geschäftsleitungsmitgliedern der BLKB beim maximal Zweifachen dessen gedeckelt werden, was ein Regierungsratsmitglied brutto verdient.
Regierungsratsgehalt als Deckel
Das wäre gemäss dem Personaldekret und der Lohntabelle 2026 des Kantons das Doppelte von rund 307'000 Franken, also 614'000 Franken. Die Löhne des Regierungs- und Vizepräsidiums sind höher.
Der wegen des Abschreibers von 105 Millionen Franken auf die BLKB-Tochter Radicant inzwischen abgetretene BLKB-CEO John Häfelfinger hatte 2025 noch 650'000 Franken als fixe Vergütung erhalten. Im Jahr 2024 hatte er zusätzlich 215'000 Franken an variabler Vergütung bekommen. Sozialbeiträge und Spesen sind hier nicht berücksichtigt.
38 zu 38 Stimmen
In der Abstimmung gab es ein Unentschieden mit je 38 Stimmen dafür und dagegen sowie 5 Enthaltungen, wie die Nachrichtenagentur «SDA» berichtet. Landratspräsident Andreas Dürr (FDP) führte mit seinem Stichentscheid eine Ablehnung herbei.
Der Antrag, dass künftig der Landrat und nicht mehr die Regierung den Bankrat sowie dessen Präsidium wählt, wurde mit 61 zu 19 Stimmen bei 5 Enthaltungen abgelehnt.















