Nach UBS und Nu: Auch Stripe wird Partner von Mercedes-AMG Petronas
Das Mercedes-AMG Petronas F1 Team hat am Dienstag eine mehrjährige globale Partnerschaft mit Stripe bekanntgegeben. Der weltweit aktive Zahlungsdienstleister aus Delaware wird offizieller globaler Zahlungspartner und offizieller Teampartner.
Finanzielle Details nennen die beiden Seiten nicht.
Das Stripe-Logo fährt ab dem ersten Rennen der Saison 2027 mit. Erste Produkte will Stripe schon früher einführen, bei wichtigen Rennen und beginnend mit dem Verkauf von Fanartikeln.
Nicht nur ein Logo am Auto
Anders als bei einem klassischen Sponsoring geht es auch um das Tagesgeschäft. Stripe soll seine Technologie in allen Geschäftsbereichen des Rennstalls einsetzen und dessen Finanz- und Zahlungsfunktionen weltweit weiterentwickeln.
Der Bedarf ist da. Das Team sei in zahlreichen Märkten und Währungen tätig, sagt Chief Commercial Officer Richard Sanders, «von Fanartikeln und Erlebnissen bis hin zu Partnerbeziehungen und internationalen Transaktionen». Stripe soll die Verwaltung dieser Vorgänge vereinfachen.
«Die einzige Wahl»
Teamchef Toto Wolff wollte nach eigenen Worten mit den «Besten der Besten» zusammenarbeiten. «Stripe war die einzige Wahl.» Verkündet hat er dies standesgemäss als Gast im Podcast «Cheeky Pint» von Stripe-Mitgründer und -Präsident John Collison.
Collison lobt im Gegenzug das «aussergewöhnliche technische Niveau» des Rennstalls und den «unermüdlichen Willen zur Verbesserung». Diese Kombination entspreche genau der Arbeitsweise bei Stripe.
Stripe richtet sich nicht an Endkunden, sondern liefert die Technik hinter den Bezahlvorgängen von Unternehmen.
Genau darin unterscheidet sich der neue Partner vom bisherigen, der lateinamerikanischen Digitalbank Nu. Die brasilianische Neobank ist seit dieser Saison offizieller Teampartner von Mercedes und sucht damit vor allem Reichweite bei Konsumenten in Lateinamerika (finews berichtete).
Finanzunternehmen stehen Schlange im Silberpfeil-Lager
Damit wird die Liste der Finanzadressen im Partnerportfolio von Mercedes länger. Neben Nu zählen auch die Börsenbetreiberin Nasdaq und die UBS dazu, die dem Team seit Jahren verbunden ist (finews berichtete).
Auch die Konkurrenz rüstet auf. Beim neuen Audi-Werksteam ist die britische Neobank Revolut seit dieser Saison Titelsponsor.
Die Formel 1 bleibt ein gesuchtes Umfeld für Finanzunternehmen, und die Fintechs haben sich in der Startaufstellung längst nach vorne gearbeitet.















