Zürcher Kantonalbank hofiert den Geldadel

Seit zwei Wochen betreut die Zürcher Kantonalbank Schwerreiche, die mindestens 10 Millionen Franken anlegen können, in einer eigenen Organisationseinheit.

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Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat ehrgeizige Ziele: Sie will zu einer Grossbank werden. Derzeit baut sie ihre Aktivitäten kräftig aus, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Während zum Beispiel die Credit Suisse diese Woche bekanntgegeben hat, dass sie ihr 16 Milliarden Franken schweres Geschäft mit passiven Anlagen verkaufe, forciert die ZKB genau diesen Bereich. Dazu warb sie der CS schon im Sommer 2010 ein 18-köpfiges Spezialisten-Team ab, wie auch finews.ch berichtete.

Zielmärkte definiert

Weiter betreut die Bank seit zwei Wochen Schwerreiche, die mindestens 10 Millionen Franken anlegen können, in einer eigenen Organisationseinheit. Im Private Banking ist die ZKB generell auf dem Vormarsch: Sie hat mehrere ausländische Zielmärkte definiert, die sie aktiv bearbeiten will.

Die ZKB beschränke sich auf wenige Schlüsselmärkte, bestätigt ein Sprecher der Bank gegenüber der Zeitung. «Konkret sind dies die wichtigsten Länder in Europa und ausgewählte Märkte in Lateinamerika und Asien.»

Kanton haftet

Um die Ziele zu erreichen, hat die ZKB das Kantonsparlament diese Woche um eine Erhöhung des sogenannten Dotationskapitals um zwei Milliarden Franken ersucht. Die Zürcher Kantonalbank ist im Besitz des Kantons Zürich und geniesst eine Staatsgarantie. Das heisst: Bei einem Scheitern haftet der Kanton für sämtliche Verbindlichkeiten.

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NEWS GANZ KURZ

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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