UBS muss in den USA Wegelin-Daten liefern

Das Schuldeingeständnis der Bank Wegelin zieht ein «John Doe Summons»-Verfahren nach sich und rückt zwei weitere Schweizer Banken ins Visier der US-Behörden.

Am Montagabend (Lokalzeit) hat ein Bundesbezirksgericht in New York der amerikanischen Steuerbehörde IRS grünes Licht gegeben, von der UBS Informationen über das Wegelin-Konto bei ihr in den USA einzufordern, schreibt die «NZZ Online».

Die Bank Wegelin hatte mit ihrem Schuldeingeständnis Anfang Januar zugegeben, über ihr Dollar-Konto bei der UBS in Stamford, Connecticut, Checks an ihre US-Klienten verschickt zu haben. Die Beträge wurden dabei stets unter 10'000 Dollar gehalten, um keinen Verdacht bei den US-Behörden zu wecken. 

UBS erhielt Vorladung der IRS

Das IRS darf jetzt bei der UBS alle Informationen zum Konto der Bank Wegelin einverlangen, die bei der Identifikation amerikanischer Steuersünder helfen. Dabei ist etwa an Kopien eingelöster Checks zu denken oder an Informationen auf Zahlungsanweisungen sowie einen allfälligen Schriftverkehr mit Wegelin. Eine Vorladung an die UBS in New York ist laut «NZZ Online» erfolgt.

Diese Informationen dürften bei der UBS in den USA abrufbar sein, zumal sie als US-reguliertes Institut nach den Terroranschlägen 2001 aufgefordert war, Konten von Korrespondenzbanken einer sorgfältigen Prüfung zu unterziehen. 

 Zwei weitere Banken in Gefahr

Die Bank Wegelin habe ihr US-Konto mindestens zwei weiteren Schweizer Banken für Kunden zur Verfügung gestellt, schreibt die «NZZ Online». Diese Banken werden in der jüngsten Verlautbarung nicht genannt. Eine der Banken, soll das Wegelin-Konto genutzt haben, obwohl sie über ein eigenes Konto bei der UBS verfügt habe. 

Klar ist: Hier erhoffen sich die US-Behörden, zusätzliche Informationen über Steuersünder. 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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