Valartis Schweiz geht in Genfer Hände über

Die Valartis Group verkauft ihre Schweizer Privatbank an die Banque Cramer & Cie. Dies führt zur Zusammenlegung von Niederlassungen.

Die Banque Cramer & Cie. setzt ihre Expansion fort. Im August 2013 hatte sie die Banque de Dépôts et de Gestion in Lausanne übernommen. Wenig später, Ende August, gab die Valartis-Gruppe bekannt, dass sie ihre Schweizer Bankentochter verkaufen wolle.

Nun fügt sich eins und eins offenbar weiter zusammen: Die Banque Cramer übernimmt die Valartis Bank Schweiz und die Valartis Wealth Management AG. Der Aktienkauf erfolgt in bar.

Mit der Integration dürfte die Banque Cramer Kundenvermögen von rund 4,8 Milliarden Franken verwalten. Im Gegenzug wird sich die Valartis Group mit rund 25 Prozent an der Norinvest Holding  beteiligen und durch einen Sitz im Norinvest-Verwaltungsrat vertreten sein.

Valartis bei Norinvest

Die Genfer Norinvest Holding ist die Besitzerin der Banque Cramer; das zweite Standbein der Investment-Gesellschaft ist das Schmuckunternehmen Golay-Buchel.

Die Transaktion muss noch von der Finma bewilligt werden und soll in der zweiten Jahreshälfte 2014 abgeschlossen sein. 

«Die Private-Banking-Philosophie und Strategie sowie ihre Expertise und Erfahrung der beiden Banken ergänzen sich auf ideale Weise», erklärt Valartis zur Übernahme.

Bislang hatte die Genfer Banque Cramer & Cie noch Vertretungen in Lugano und Lausanne sowie eine Tochterbank in Nassau. Die Privatbank beschäftigt rund 80 Mitarbeitende, Ende letzten Jahres wies sie 2,8 Milliarden Franken an Assets under Management aus.

Zusammen 140 Mitarbeitende

Die Valartis Bank Schweiz und die Valartis Wealth Management SA wiederum haben Standorte in Zürich, Genf und Lugano. Die Bank beschäftigt rund 60 Mitarbeitende und verwaltete Ende 2013 Kundenvermögen von 2 Milliarden Franken.

«Die Integration der Valartis Bank Schweiz in die Banque Cramer & Cie ist ein weiterer sehr wichtiger strategischer Schritt, der es Banque Cramer ermöglicht, das Vermögensverwaltungsgeschäft weiter zu stärken und auszubauen sowie einen Mehrwert für die Kunden zu schaffen», sagt Verwaltungsratspräsident Marco J. Netzer. «Zusätzlich erhalten wir mit diesem Schritt eine starke Präsenz auf dem Finanzmarkt Zürich.»

Die Valartis Group wird sich in Zukunft auf ihre Geschäftsbereiche Private Clients und Wealth Management der Privatbanken in Liechtenstein und Österreich konzentrieren. Diese Geschäftsbereiche verwalten insgesamt Kundenvermögen von 6 Milliarden Franken. Andererseits bleibt die Valartis Group mit der Norinvest-Beteiligung im Schweizer Wealth Management vertreten. 

Kündigungen?

Stellenstreichungen werden im Communiqué nicht erwähnt. Die Banque Cramer werde gemeinsam mit dem Management der Valartis Bank Schweiz in den nächsten Wochen einen detaillierten Integrationsplan ausarbeiten. Gleichzeitig würden die neue Organisation sowie die Strukturen und Prozesse evaluiert.

Der Standort Zürich der Valartis Bank Schweiz wird als neuer Standort der Banque Cramer & Cie SA bestehen bleiben. Die Aktivitäten der Valartis Bank Schweiz in Genf und Lugano werden in die bereits bestehenden Standorte der Banque Cramer & Cie SA integriert.

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