Banque Reyl: Warum die Genfer 2016 in die Vertikale gehen

Die Vermögensverwaltungs-Gruppe Reyl in Familienbesitz expandierte letztes Jahr nochmals kräftig und schuf Stellen – doch der Gewinn ging markant zurück. Jetzt steht ein Strategiewechsel an.

Die von Vater Dominique und Sohn François Reyl (Bild) geführte Banque Reyl in Genf hat Monate der Expansion hinter sich. So baute die Genfer Vermögensverwalterin in Malta und London aus, stiess ins Investmentbanking vor und erweiterte gleichzeitig den Kreis ihrer Gesellschafter, wie auch finews.ch berichtete.

Wie das Institut am Dienstag vermeldete, schlug sich die Expansion im Berichtsjahr 2014 entsprechend in den Kundengeldern nieder. So stiegen die bei Reyl verwalteten Vermögen auf 10,7 Milliarden Franken. Dies entspricht einem jährlichen Zuwachs von 18 Prozent, wie es heisst.

Mehr Mitarbeiter, weniger Erlös

Stark gelitten hat indessen die Profitabilität. So lag der Nettoerlös mit 107 Millionen Franken 8 Prozent tiefer als im Vorjahr. Der Reingewinn schrumpfte gar um mehr als ein Viertel auf 18 Millionen Franken.

Laut der Bank liegt der Hauptgrund dafür bei den rückläufigen Performance-Prämien aus der Verwaltung von Investmentfonds für den institutionellen Markt. Ebenfalls zu Buche geschlagen hat offenbar die Neukonfiguration der IT-Systeme. Und nicht zuletzt schuf Reyl mitten im Strukturwandel der Branche neue Stellen. Die Anzahl Mitarbeitende stieg letztes Jahr von 157 auf 175.

Achsen-Wechsel

Nun befahlen Vater und Sohn Reyl ihrer Bank aber einen strategischen Marschhalt. Nach der «horizontalen» Expansion in neue Geschäftsfelder werde die Bank ab 2016 ihre Bemühungen verstärkt auf die «vertikale» Achse ausrichten, wie es am Dienstag hiess.

«Dabei sollen Synergien zwischen denn verschiedenen Tätigkeitsfeldern hergestellt, die Gesamtheit unserer internen Verfahrensweisen verbessert sowie bevorzugt ein Ansatz und eine Kultur angestrebt werden, die unternehmensübergreifend sind», sagt Generaldirektor François Reyl.

Ganz lassen von der Horizontale wollen die Reyls aber dann doch nicht. François Reyl: «Wie werden unsere Präsenz in Asien, im Nahen Osten und in den Vereinigten Staaten verstärken.»

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Mit einer Performance von durchschnittlich 0,5 Prozent schnitten die Pensionskassen im August leicht besser ab als im Monats-Durchschnitt seit Jahresbeginn. Das stellte der «Pensionskassen-Barometer» der Grossbank fest.

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