Fintech: Valora lanciert bob Money

Die Fintech-Strategie der Kioskbetreiberin Valora nimmt Gestalt an: Unter dem Namen bob Money bietet das Unternehmen ab sofort Konsumkredite mit Sofortentscheid an.

Die Kioskbetreiberin Valora und ihre Partnerin, die Glarner Kantonalbank (GLKB), drücken aufs Tempo: Nachdem die beiden Unternehmen vor Wochenfrist eine Kooperation für die Lancierung von neuen digitalen Finanzdienstleistungen bekannt gegeben hatten – finews.ch hatte schon im Vorfeld darüber berichtet –, folgt nun der Start der ersten Reihe an geplanten Dienstleistungen.

Wie Valora am Mittwoch mitteilte, lanciert sie mit bob Money ein Online-Institut mit Sofort-Entscheid bei Kreditanträgen. Das Geld folgt innert sieben Tagen. Und so funktioniert es.

Das neue Unternehmen ist in Zürich ansässig – wobei der Geschäftssitz sekundär ist, da das Institut gänzlich virtuell operiert: Die Kunden beantragen und schliessen die Kredite online ab – daheim am Computer oder unterwegs mit dem Smartphone in der ganzen Schweiz.

Kioske dienen nur dem Marketing

Das Kiosknetz mit annähernd 1'000 Verkaufsstellen in der ganzen Schweiz nutzt Valora demnach nicht als Vertriebs- , sondern nur als Marketingkanal für das neue Kreditangebot.

Valora setzt zusammen mit der GLKB, welche die Refinanzierungspartnerin bei bob Money ist, damit ganz auf den digitalen Vertriebskanal. Das Unternehmen erhofft sich auf Grund des direkten und unkomplizierten Angebots Wettbewerbs- und auch Effizienzvorteile gegenüber der Konkurrenz, was sich auch in günstigen Zinskonditionen niederschlagen soll. Der fixe Jahreszins liegt laut Mitteilung bei 8,9 Prozent.

Angriff auf die grossen Vier

Mit Valora bricht ein Branchenfremdling ins Swiss Banking ein – und es ist kein Zufall, dass dies auf dem digitalen Weg geschieht. Fintech – also Finanztechnologien sowie die Integration von Technologie und Finance – ist zurzeit das Schlagwort in der Branche.

Zahlreiche Neugründungen von Fintech-Unternehmen zielen darauf, die Wertschöpfung der Banken aufzubrechen, sei es in der Zahlungsabwicklung, im Kreditgeschäft oder in der Vermögensverwaltung.

Valora versucht es im Konsumkreditgeschäft, wo mit der Cembra Money Bank, der Bank-now der Credit Suisse, der Migros Bank und Cashgate vier grosse Anbieter den Löwenanteil des Kreditmarktes ausmachen.

Fintech-Firma an der Claridenstrasse

bob Money ist die Finanzdienstleistung von Valora, weitere Services sind geplant. Zu diesem Zweck hatte der Handelskonzern bereits Ende 2014 ein Unternehmen namens bob Finance gegründet, das seinen Sitz an der Claridenstrasse in Zürich hat.

Chef dieses Unternehmens ist Hilmar Scheel, der mit einem Team von rund 15 Finanz- und Technologiespezialisten an den digitalen Finanzangeboten arbeitet.

Glarner Kantonalbank in Lauerstellung

Die GLKB will sich vorerst nur als Finanziererin der neuen Valora-Produkte engagieren. Zu einem späteren Zeitpunkt ist aber auch der Vertrieb von GLKB-Produkten und -Dienstleistungen über das Kiosknetz von Valora denkbar, wie CEO Hanspeter Rhyner vor Wochenfrist gegenüber finews.ch erklärte.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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