Ex-Clariden-Leu-Banker mit Top-Job bei der China Construction Bank

Als Chief Operating Officer (COO) der China Construction Bank (CCB) in der Schweiz amtet seit Anfang September Holger Demuth (Bild unten), wie er selber entsprechende Informationen von finews.ch auf Anfrage bestätigte. Er ist zugleich Finanzchef und die rechte Hand des kürzlich ernannten CEO David Gong.

Holger Demuth 500

Demuth ist in der Finanzbranche weitherum bekannt. Er machte sich vor allem bei der Credit Suisse (CS) in diversen Führungsfunktionen einen Namen. Im Spätherbst 2008 wechselte er zur damaligen Bank Clariden Leu, wo er den Posten des Chief Risk Officer übernahm. Dies, nachdem es bei der CS-Privatbanken-Tochter in Singapur zu einem Handelsverlust in dreistelliger Millionenhöhe gekommen war. Später war Demuth an der Integration der Clariden Leu in die CS beteiligt.

Äusserst spannend

Ende Januar 2014 schied er aus der Grossbank aus und fand gemäss eigenen Angaben endlich Zeit, um zu reisen und Golf zu spielen, wie er gegenüber finews.ch erklärte. Dem weiteren Vernehmen nach gründete er aber auch ein eigenes Beratungsunternehmen und nahm Einsitz im Verwaltungsrat der internationalen Investmentgesellschaft The Family Office Company.

Es biete sich nicht jeden Tag die Gelegenheit, eine neue Bank aufzubauen; das sei äusserst spannend, sagte Demuth gegenüber finews.ch. Wie unlängst gemeldet, erhielt die CCB Mitte Oktober 2015 die Banklizenz von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) und kann somit vorschriftsgemäss aktiv werden.

Das Institut ist an der Beethovenstrasse 33 in Zürich domiziliert (Bild oben) und beschäftigt derzeit 17 Personen.

Mittelfristig mindestens 50 Mitarbeiter

Der Bestand soll schon in den nächsten Wochen auf 25 und im Laufe des nächsten Jahres auf mindestens 50 Beschäftigte ausgebaut werden, wie weiter zu erfahren war. Die Belegschaft ist international und verfügt über das nötige Wissen über Firmen, die aus oder mit China Geschäfte machen.

Die Präsenz der CCB in der Schweiz steht im Zusammenhang mit dem geplanten Renminbi-Hub, der es interessierten Firmen ermöglichen soll, Finanztransaktionen mit der chinesischen Währung abzuwickeln. Zudem erhalten Investoren die Möglichkeit, entsprechende Finanzprodukte über diese Plattform zu handeln.

Profilierungsmöglichkeit für die Schweiz

Für den Schweizer Finanzplatz stellt der Renminbi-Hub eine wichtige Profilierungsmöglichkeit dar, für sich bereits zahlenreiche Gruppierungen eingesetzt haben, wie auch finews.ch berichtete.

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