UBS: Hedgefonds-Star soll Volatilität in Rendite ummünzen

Das seit Anfang Jahr nervöse Auf-und Ab an den Finanzmärkten hat die UBS veranlasst, ein Strategie-Team aus der Taufe zu heben, wie die «Financial Times» am Montag berichtete.

vinay Pande 160Dafür holte die Schweizer Grossbank Vinay Pande (Bild links) an Bord. Der ehemalige Partner von Brevan Howard, Europas grösstem Hedge-Fonds, wird Chef-Stratege eines dreiköpfigen Teams, das kurzfristige Anlage-Empfehlungen ausarbeiten soll.

Marktschwankungen ausnützen

Seine drei Mitstreiter kommen laut der Nachrichtenagentur «Reuters» ebenfalls von Brevan Howard. Das Team ist Simon Smiles, dem Anlagechef für sehr wohlhabende Kunden (UHNW), unterstellt.

Nach sieben Börsenjahren mit mehrheitlichen steigenden Aktienkursen, stünden nun volatile Zeiten bevor, sagt Smiles und ergänzt: «Das neue Strategie-Team hat nun zur Aufgabe, Marktschwankungen in Rendite umzumünzen.»

Hedgefonds-Tanker mit Schlagseite

Die UBS nutzte mit den vier Rekrutierungen eine Schwäche von Brevan Howard aus. Denn das Flaggschiff des Londoner Hedgefonds – der 21 Milliarden Dollar schwere «Masterfund» – verbuchte die letzten zwei Jahre Verluste, nachdem seit der Gründung 2002 stets Gewinne erzielt worden waren. 

In der Folge kündigte Brevan Howard im letzten November eine Personalreduktion um 10 Prozent an und schloss auch den Standort in Genf, wie auch finews.ch berichtete.

Einst Investmentchef der Weltbank

Pande verliess Brevan Howard in New York im vergangenen Oktober nach dreieinhalb jähriger Tätigkeit. Er leitete den Brevan Howard Strategic Macro Fonds. 

Davor war er während mehreren Jahren Chief Investment Adviser bei der Deutschen Bank sowie bei dem Hedgefonds Caxton Associates. Von 1985 bis 1993 war er zudem Chief Investment Officer (CIO) bei der Weltbank, wie aus seinem Linkedin-Profil hervorgeht. 

 

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NEWS GANZ KURZ

SIX

Die Netzwerkprobleme der SIX sind nun vollständig behoben. Die Ursachen seien identifiziert. Die Systeme würden seit Mittwoch wieder stabil und ohne weitere Unterbrüche laufen. Die SIX hatte während über zwei Tagen mit grossen Netzwerkstörungen gekämpft, insbesondere der Zahlungsverkehr war betroffen gewesen.

Fondsmarkt

Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds erreichte im Mai 2016 rund 894 Milliarden Franken. Dies entspricht im Vergleich zum Vormonat einer Zunahme von knapp 20 Milliarden Franken oder 2,2 Prozent. Die Nettomittel-Zzuflüsse betrugen rund 340 Millionen Franken.

Postfinance

Die Postbank beteiligt sich am Kölner Fintech-Startup Moneymeets. Dieses betreibt eine Online-Plattform in den Bereichen Multibanking, Personal Finance Management und Versicherungen. Angestrebt ist ein Wissenstransfer, der Postfinance den Vorstoss in neue Geschäftsfelder ermöglichen soll.

Credit Suisse

Die Credit Suisse hat zum dritten Mal ihre Studie zum Finanzplatz Schweiz veröffentlich. Darin legt die Bank die Entwicklungen der letzten zwei Jahre dar, vergleicht die Positionierung internationaler Finanzplätze und geht auf Trends ein. Ausserdem sind in der Studie Faktoren für den zukünftigen Erfolg des Finanzplatzes definiert und es werden Handlungsempfehlungen sowohl für Marktteilnehmer als auch für Politik und Regulatoren gegeben.

Thurgauer Kantonalbank

Das Wahlprozedere für den Bankrat der Thurgauer Kantonalbank ist bestätigt worden. Der Thurgauer Grosse Rat hat eine parlamentarische Initiative von drei SVP-Kantonsräten abgelehnt: Darin wurde verlangt, dass künftig das Parlament neue Mitglieder für den Bankrat vorschlagen kann - und nicht mehr die Regierung.

Banken-Rating

Die Ratingagentur Fitch hat das Langfristrating für die UBS auf «A+» von bisher «A» erhöht. Die Erhöhung der Langfristratings für UBS AG und UBS Schweiz reflektiere die Kapitalposition der Gruppe. Die Gruppe sei damit in der Lage, die vorrangigen Verpflichtungen auch im Liquidationsfall zu decken. Das Langfristrating für die Credit Suisse bleibt bei «A».

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