Der Druck auf die Finanzbranche wächst, gewisse Nachhaltigkeitsaspekte in der Entscheidungsfindung und in ihrem Produkteangebot zu berücksichtigen. Doch nicht alle Finanzfachleute verfügen über das notwendige Wissen.

Finanzinstitute, Bildungsanbieter und Verbände sind gefordert, die Bildungsinteressenten bei der Wahl der passenden Weiterbildung zu unterstützen. So tragen sie zur zielgerichteten und effizienten Qualifizierung der Finanzfachleute und des Finanzsektors als Ganzem bei.

Der Klimawandel und dessen Folgen für die Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zeichnen sich immer deutlicher ab. Protestbewegungen wie «Fridays for Future» treffen auf grosse Resonanz und internationale Vorstösse wie der Klimagipfel in Glasgow dominieren tagelang die Schlagzeilen. Wirtschaftliche Entscheidungsträger sind gefordert, neben finanziellen auch ökologischen und sozialen Aspekten Rechnung zu tragen.

Anpassungsdruck auf den Finanzsektor steigt

Davon ist die Finanzindustrie nicht ausgenommen. Auf regulatorischer Ebene treten laufend neue Vorgaben zur Klassifizierung und Risikosteuerung nachhaltiger Anlagen in Kraft. Kundinnen und Kunden verlangen explizit nach solchen Anlagelösungen. Daraus ergeben sich teilweise tiefgreifende Anpassungen an den Geschäftsmodellen der Finanzdienstleister. Wenn es gelingt, diese Entwicklungen als Chance zu nutzen, kann der Finanzsektor einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen leisten.

Notwendiges Know-how zu nachhaltigen Anlagen

Dies ist aber nur möglich, wenn die Finanzfachleute über das notwendige Know-how zu nachhaltigen Anlagen verfügen und wissen, wie sie diese erfolgreich in die bestehenden Prozesse und Abläufe integrieren.

Je nach Tätigkeitsbereich unterscheiden sich die erforderlichen Kenntnisse stark. Während Spezialisten in Asset Management sich auf den Anlageprozess konzentrieren, brauchen Fachleute an der Kundenfront das nötige Know-how, um die Kundschaft kompetent zu nachhaltigen Anlagelösungen beraten zu können. Bildungsanbieter haben diesen Anspruch erkannt und spezifische Angebote für unterschiedliche Bereiche auf den Markt gebracht.

Unterstützung bei der Wahl der passenden Weiterbildung

Doch sich in der Vielfalt der Angebote zurechtzufinden, ist sehr aufwändig. Die Schweizerische Bankiervereinigung als nationaler Verband der Finanzbranche oder unabhängige Online-Plattformen wie evrlearn und eduwo haben sich deshalb der Aufgabe angenommen, den Bildungsinteressierten einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Diese Initiativen sind sehr zu begrüssen. Damit finden die Finanzfachleute die für sie passende Ausbildung rascher und einfacher.

Einfach zur richtigen Ausbildung: Win-win für alle

Je bedürfnisgerechter die Ausbildung, desto grösser die Zufriedenheit und der Lernerfolg der Studierenden. Davon wiederum profitieren die Arbeitgeber und die Bildungsinstitute. Und nicht zuletzt tragen kompetente, gut ausgebildete Finanzfachleute zur Qualität und Glaubwürdigkeit des Finanzplatzes als Ganzem bei.


AZEK

Seit mehr als 30 Jahren bildet AZEK Fachleute in den Bereichen Finanzanalyse & Vermögensverwaltung, Wealth Management, Finanzmarktoperationen, Financial Data Science und ESG aus. Den Absolventen steht ein breites Weiterbildungs-Angebot der Dachorganisation SFAA zur Verfügung.

Im Bereich Nachhaltigkeit bietet AZEK die Lehrgänge Certified ESG Analyst CESGA und ESG für Kundenberater. Im FIDLEG-Lehrgang werden die Grundlagen zu ESG vermittelt.

Marianne Bonato 150

Marianne Bonato
Mitglied der Geschäftsleitung AZEK

 

 

 

Schweizerische Bankiervereinigung

Die Schweizerische Bankiervereinigung ist der Spitzenverband des Schweizer Finanzplatzes. Hauptziel ist es, für die Banken in der Schweiz optimale Rahmenbedingungen zu schaffen.

Die Schweizerische Bankiervereinigung unterstützt Massnahmen zur Offenlegung von Klimarisiken und setzt sich dabei für eine prinzipien- und risikobasierte sowie proportionale Umsetzung ein. Sie engagiert sich, bei Aus- und Weiterbildung im Finanzsektor die Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil der Bildungssysteme zu stärken und auszubauen.

Alexandra Steinberg 200Alexandra Steinberg
Mitglied der Direktion
Leiterin Bildungsentwicklung