Bendura Bank feiert zehn Jahre in Hongkonger Hand

Am Dienstagnachmittag lud die Bendura Bank an ihren Hauptsitz in Gamprin-Bendern. Der Anlass: Vor zehn Jahren wurde das Institut Teil der an der Hongkonger Börse kotierten Citychamp Watch & Jewellery Group.

Gefeiert wurde im hellen, hohen Atrium des Bankgebäudes, die Stimmung war ausgezeichnet. Unter den zahlreichen Gästen waren der frühere und der amtierende Präsident des Liechtensteinischen Bankenverbands, Hans-Werner Gassner und Ivo Klein, sowie Geschäftsführer Simon Tribelhorn. Bendura ist, wie auch die meisten anderen Liechtensteiner Banken, selbst im Vorstand des Verbands vertreten.

Corbières aus dem eigenen Keller

Die Ansprachen hielten Verwaltungsratspräsident Hon Kwok Lung und CEO Philipp Forster. Beide blickten auf die vergangenen zehn Jahre zurück und skizzierten ihre Vision für die Zukunft.

Auch kulinarisch liess sich die Bank nicht lumpen: confierter Lachs an Yuzu-Beurre-blanc, sous-vide gegartes Rindshuftfilet, Softeis «à la minute». Die Weine stammten vom Château La Bastide im südfranzösischen Corbières. Es gehört wie die Bank zum Hongkonger Konglomerat.

Ein Name wie eine Festung

Die Geschichte der Bank ist wechselvoll. Gegründet 1998, gehörte sie als Valartis Bank (Liechtenstein) zur gleichnamigen Schweizer Gruppe. 2016 verkaufte Valartis das Institut an Citychamp (finews berichtete seinerzeit).

Seit Februar 2017 firmiert es als Bendura. Der Name ist keltischen Ursprungs, verbindet die Elemente Ben und Duro (Tor, Festung) und verweist auf die Architektur des Bankgebäudes und die Standortgemeinde Bendern. Zuvor war der Name «Licorium Bank» im Gespräch gewesen (finews berichtete).

Zankapfel Asien

Der Start unter neuer Flagge war holprig. Wegen der «erzwungenen Ablösung» vom früheren Mehrheitsaktionär zogen verunsicherte Kunden Geld ab. Ende 2016 verwaltete die Bank noch 2,8 Milliarden Franken.

Früh richtete sie den Blick nach Asien. 2018 eröffnete sie eine Repräsentanz in Hongkong, Ende 2023 kam die dort ansässige Bendura Wealth Management dazu (finews berichtete). An der Spitze übergab Gründungs-CEO Andreas Insam 2020 an Peter Krenn (finews berichtete), 2022 folgte Markus Federspiel.

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Gute Zahlen: Bendura-CEO Philipp Forster. (Bild: zVg)

Der Wechsel an der Spitze

2022 und 2023 flossen netto Gelder ab, im ersten Halbjahr 2024 sank der Gewinn auf 5,9 Millionen Franken. Im Dezember 2024 trennte sich die Bank von Federspiel, und zwar wegen «unterschiedlicher Auffassungen hinsichtlich der strategischen Priorisierung der Bank, insbesondere in Asien» (finews berichtete). Federspiel amtiert seit kurzem als CEO der neu gegründeten Celsion Bank.

Nachfolger wurde Forster, der zuvor den Aufbau in Asien verantwortet hatte. Seither wächst die Bank deutlich: 2025 flossen 550,2 Millionen Franken Neugeld zu, die Kundenvermögen stiegen um 17 Prozent auf 4,05 Milliarden Franken (finews berichtete). Der Bruttoertrag sank allerdings leicht, auf 55,0 Millionen Franken.

Kurs auf 6,5 Milliarden

Im ersten Halbjahr 2026 kamen weitere 288,7 Millionen Franken Neugeld dazu. Die Kundenvermögen erreichten 4,6 Milliarden Franken, der Reingewinn stieg um rund 5 Prozent auf 6,0 Millionen. «Mit einem Netto-Neugeldzufluss von knapp 290 Millionen Franken und einem erneuten Gewinnanstieg sind wir mit dem ersten Halbjahr zufrieden», sagt Forster.

Seit dem Tiefpunkt nach der Übernahme sind die Kundenvermögen damit um rund zwei Drittel gewachsen. Bis 2030 sollen es über 6,5 Milliarden Franken sein.