BBVA bündelt Wealth Management unter neuer Dachmarke
Die BBVA bündelt ihre Angebote für vermögende Privatkunden unter dem Namen «Global Wealth». Seit Oktober treten die Segmente Premium, Private Banking und Ultra High Net Worth (UHN) in allen Ländern der Gruppe mit gemeinsamer Bezeichnung und einheitlichem Auftritt auf.
Bisher liefen die Angebote je nach Markt unter unterschiedlichen Namen. Einzelne lokale Bezeichnungen bleiben vorerst bestehen: in Spanien «UHN Patrimonios», in Mexiko «Premium Patrimonial», in Kolumbien «Premium» und «Premium Plus».
Drei Stufen, ein Dach
Die drei Segmente sind nach Vermögensstufe gegliedert. Premium richtet sich an Kunden im Vermögensaufbau, die ein persönlicher Kundenberater betreut. Im Private Banking kommen ein eigener Private Banker und Anlagespezialisten dazu. UHN zielt auf grosse Vermögen und Familien, mit Schwerpunkt auf Vermögensplanung, Governance und Nachfolge.
Schwellenwerte für die einzelnen Stufen nennt die Bank nicht. Ergänzt wird das Modell um Angebote jenseits der Finanzen, etwa in Sport, Kunst, Kultur und Gesundheit, sowie um Lösungen für Unternehmerfamilien.
Zürich als Scharnier
Für die Schweiz ist vor allem die internationale Komponente relevant. Neben Spanien und den USA ist sie eine von drei Plattformen, über die BBVA grenzüberschreitende Dienstleistungen wie die Konsolidierung von Positionen und die Anlageberatung erbringt. Die US-Plattform ist die jüngste: 2024 eröffnete der Konzern in Miami eine eigene Anlageberatung für lateinamerikanische Kunden. In der Schweiz ist BBVA seit 1974 präsent.
«Bei internationalen Kunden passt das Vermögen selten sauber in eine einzige Geografie», sagt David Conde, CEO von BBVA in der Schweiz. Anlagen befänden sich in einem Land, Unternehmen in einem anderen, Familienmitglieder in mehreren weiteren. Aufgabe der Schweizer Einheit sei es, diese Komplexität mit globaler Perspektive zu bewältigen.
Neuer Chef seit dem Frühling
Conde, der zuvor bei BBVA Spanien das Retailgeschäft und die Segmente mit vermögenden Kunden verantwortete, führt die Zürcher Einheit noch nicht lange.
Im März hatte ihn BBVA zum Nachfolger von Alfonso Gómez ernannt, der nach über 31 Jahren im Konzern abtrat und nun die HSBC Swiss Private Bank führt.















