Die Zinsen auf Säule 3a-Sparguthaben sinken weiter

Die Markterhebung zeigt deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Banken. Auf manche Vorsorgekonten gibt es gar keinen Zins mehr. Andere Schweizer Banken hingegen bezahlen auf dem 3a-Sparkonto bis zu 1 Prozent Zins, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Gemäss offiziellen Zahlen liegen etwa zwei Drittel des gesamten 3a-Vermögens der Schweizerinnen und Schweizer auf Bank-Konten. Die Auswertung von moneyland berücksichtigt 93 Anbieter.

Grosse Bandbreite zwischen den Anbietern

Auffällig sei die grosse Bandbreite zwischen den verschiedenen Anbietern, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Den höchsten Zinssatz zahlt demnach mit 1 Prozent die Westschweizer Caisse d'Epargne d'Aubonne. Auf dem zweiten Platz liegt Cornèr Banca mit 0,7 Prozent Zins. Dahinter folgen Crédit Agricole Next Bank, Hypo Vorarlberg Bank, Pilla und Tellco mit je 0,65 Prozent.

Bei den meisten Anbietern seien die Zinssätze wesentlich tiefer: 68 der 93 untersuchten Anbieter zahlen einen Zins von maximal 0.2 Prozent. Bei weiteren zwei Anbietern gibt es gar keine Zinsgutschriften.

Grössere Banken mit tieferen Zinssätzen

Auffällig ist auch der Blick auf zehn grosse und bekannte Schweizer Banken. Für die sechs überregional tätigen Schweizer Banken mit Filialen und die vier grössten Kantonalbanken beträgt der Zins durchschnittlich 0.14 Prozent. Von diesen Banken zahlen Bank Cler, Migros Bank, Raiffeisen und Valiant mit je 0.2 Prozent am meisten Zins auf dem Säule-3a-Konto.

Schlusslichter sind demnach Postfinance und die Waadtländer Kantonalbank mit je 0.05 Prozent.

«Die Unterschiede sind wirklich sehr gross», sagt Ralf Beyeler, Geld-Experte von moneyland.ch. «Da auf Vorsorgekonten in der Regel grössere Beträge liegen, sollte ein Wechsel geprüft werden. Wer jetzt wechselt, wird im Alter mehr Geld zur Verfügung haben».

Im Oktober liegt der ungewichtete Zinssatz auf Schweizer Säule-3a-Konten nur noch bei durchschnittlich 0,21 Prozent. Im November 2025 waren es noch 0,27 Prozent, im Januar 2025 sogar noch 0,61 Prozent, heisst es weiter.

Seit Juni 2025 liegt der Leitzins der SNB bei 0 Prozent.

Zinseszins-Effekt wird oft unterschätzen

Viele Sparerinnen und Sparer würden den Zinseszins-Effekt unterschätzen. Über eine lange Laufzeit würden zudem Wertschriftenlösungen der Säule 3a eine wesentlich bessere Rendite bieten. Hier sei jedoch die Börsenentwicklung ausschlaggebend und solche Vorsorgelösungen seien aufgrund der Schwankungsanfälligkeit nicht für alle Sparerinnen und Sparer geeignet.