Hightech treibt die Kosten bei den Autoreparaturen
Ein Kollisionsschaden am eigenen Fahrzeug kostete die AXA laut Mitteilung vom Dienstag im vergangenen Jahr durchschnittlich 3'450 Franken. Das entspricht einem Anstieg um 24 Prozent gegenüber 2019. Da die Schadenhäufigkeit gleichzeitig weitgehend konstant geblieben ist, steigen auch die Gesamtausgaben. Allein für Kollisionsschäden bezahlte die grösste Motorfahrzeugversicherung der Schweiz 2025 mehr als 220 Millionen Franken.
Scheinwerfer über 50 Prozent teurer
Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei einzelnen Fahrzeugteilen. Der Ersatz eines Scheinwerfers kostete 2019 durchschnittlich rund 900 Franken, inzwischen sind es mehr als 1'400 Franken. Das entspricht einer Verteuerung um mehr als 50 Prozent.
Auch Windschutzscheiben sind erheblich teurer geworden. Die durchschnittlichen Ersatzkosten stiegen innerhalb von sechs Jahren von 670 auf 870 Franken, was einem Plus von rund 30 Prozent entspricht.
«Moderne Fahrzeuge sind mit zahlreichen Sensoren und Kameras ausgestattet. Diese komplexen Bauteile zu reparieren und insbesondere zu ersetzen, ist aufwendig und kostspielig», erklärt Michael Villiger, Leiter Schaden Motorfahrzeuge bei der AXA. Hinzu kommen zusätzliche Arbeiten, etwa die Kalibrierung von Fahrassistenzsystemen nach einer Reparatur, sowie die allgemeine Teuerung bei Ersatzteilen und Werkstattleistungen.
Reparieren statt ersetzen
Um die Kosten zu begrenzen, setzt die AXA verstärkt auf Reparaturen statt auf den vollständigen Austausch beschädigter Teile. So kostet die Reparatur einer Windschutzscheibe rund 300 Franken und damit erheblich weniger als ein Ersatz.
Zusätzlich setzt der Versicherer auf günstigere Ersatzteile unabhängiger Hersteller, sofern diese die erforderlichen Sicherheits- und Qualitätsstandards erfüllen. Damit sollen die steigenden Schadenkosten zumindest teilweise aufgefangen werden.















