CS kämpft gegen Multimillionen-Pfund-Klage

Die Bank habe Rechte für Öl- und Gas-Projekte unter Wert verkauft, lautet der Vorwurf. In einer Klage fordert ein Georgier nun 479 Millionen Pfund von der Credit Suisse.

Gemäss dem georgischen Geschäftsmann Zaur Leshkasheli habe die Credit Suisse bei dem Verkauf seiner Unternehmen die Angebote der Bieter nicht richtig eingeschätzt und diese unter ihrem Marktwert verkauft, berichtet die internationale Nachrichtenagentur «Reuters».

Die Caspian Energy Group (CEG) besitzt Anteile am Kyurovdag Ölfeld in Aserbaidschan. Für das Unternehmen haben unter anderem Tata Petrodyne, eine Tochter von der Mittal-Gruppe und Petrovietnam Gas Corp geboten. Schliesslich wurde CEG für 245 Millionen Euro an die zypriotische Berghoff Trading verkauft.

In seiner Klage behauptet Leshkasheli, dass die Credit Suisse die Angebote der übrigen Bieter ignoriert habe, die teilweise über eine Milliarde Dollar eingebracht hätten, schreibt «Reuters». So will er nun gerichtlich 479 Millionen Pfund oder umgerechnet rund 690 Millionen Franken von der Credit Suisse erstreiten.

Das Gerichtsverfahren soll Mitte Oktober 2014 beginnen und längstens 28 Prozesstage dauern.

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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