EFG bereitet Sprung nach China vor

Die Chancen des riesigen Marktes China haben es auch EFG International angetan. Aber der Sprung von Hongkong aufs Festland will gut vorbereitet sein. Was die Zürcher Privatbank dafür als erstes unternimmt.

Seit vergangenem Juli ist das so genannte «Mutual Recognition Scheme» (MRF) Chinas in Kraft, welches internationalen Asset Managern das Angebot von Produkten auf dem chinesischen Festland erlaubt. Im Gegenzug dürfen chinesische Fondsanbieter in Hongkong ihre Produkte anbieten.

Andrew Lee 160Ein gutes Dutzend Asset Manager hat sich für eine Bewilligung bereits beworben. EFG Asset Management (EFGAM), die zur Privatbank EFG International gehört, hat dies noch nicht getan. Aber ein Eintritt in Chinas Markt ist durchaus auf dem Radar, wie Andrew Lee (Bild) der Branchenplattform «AsianInvestor» verriet.

Rep-Office auf dem Festland

«MRF bietet eine Masse an Geschäftsmöglichkeiten», sagte Lee, der COO für Asien-Pazifik und CEO EFGAM in Hongkong ist. Aber die Teilnahme an MRF könne nur der erste Schritt einer China-Strategie sein.

Gleichzeitig sei ein Markteintritt ohne Onshore-Präsenz nicht sinnvoll. Entsprechend prüfe EFG die Optionen eines Rep-Offices auf dem Festland und das Eingehen eines Joint-Ventures. Ein genauer Zeitplan gibt es noch nicht.

Fonds für Hongkong

Während dies noch strategische Überlegungen sind, ist der Eintritt in den Hongkonger Retailmarkt konkret. EFGAM will zunächst vier Fonds unter dem Markennamen New Capital lancieren, die von der Regulierungsbehörde die Zulassung erhalten haben.

EFG zielt mit den Fonds auf eine ganz andere Klientel. Denn bislang fokussierte das Institut auf reiche Privatkunden und Family Offices. Nun folgt im Rahmen einer Wachstumsstrategie der Eintritt in die Retail-Arena.

Chinesische Anleger wollen gut gemanagte Produkte

Hongkong als erster Markt in Asien hat EFG mit Bedacht gewählt. Zunächst biete er eine ansprechende Grösse, wie Lee sagte. Und zweitens sei Hongkong der Hub für Festland-China, so Lee.

Der Zeitpunkt eines Fondsangebots sei richtig, da bei vielen Anlegern ein Umdenken stattfinde. Passiv gemanagte Produkte würden zwar immer populärer, weil Investoren nicht mehr bereit seien, hohe Gebühren für Fonds zu bezahlen, die nur den Index abbildeten.

Auch Personaloffensive

Er sei aber überzeugt, dass Anleger vermehrt wieder Beratung und Portfolio-Lösungen suchen würden. Dies, nachdem die kurzfristige Jagd nach Renditen für viele verlustreich gewesen sei. New Capital habe sich einen Namen als aktiver Manager gemacht, der sich nicht an Benchmarks orientiere.

Der Schritt in den Retailmarkt bedingt in Hongkong zusätzliches Personal. Lee kündigte an, sowohl Analysten und Anlageberater als auch Personal für den direkten Kundenkontakt anzustellen. Bislang beschäftigt EFGAM rund 20 Angestellte in Hongkong und Singapur und verwaltet weltweit rund 12 Milliarden Dollar.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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