Kickstart Accelerator: Die definitive Erleuchtung ist es noch nicht

Erleuchtung, Bild Shutterstock

Erleuchtung, Bild Shutterstock

Rein kommunikatorisch betrachtet ist der «Kickstart Accelerator» (Bild unten) mit einem Flüstern angekommen. Ausser der Credit Suisse (CS) hat keines der Grossunternehmen, die zur Trägerschaft der Initiative gehören, eine Medienmitteilung zur neuesten Initiative für den Fintech-Standort Schweiz geschaltet. Überlassen wurde dies der Innovations-Plattform DigitalZurich2025.

Dabei hat die Initiative auf den ersten Blick nicht wenig erreicht. So ziehen die notorisch rivalisierenden Schweizer Grossbanken UBS und CS für Kickstart Accelerator erstmals an einem Strick. Einflussreiche Player wie die Telekomriese Swisscom, der Lebensversicherer Swiss Life und das Beratungsunternehmen EY sind ebenfalls mit im Boot.

Genauso engagieren sich die Branchenorganisationen Swiss Finance Startups (SFS) und Swiss Finance and Technology Association (Swiss FinteCH).

Kickstart 500

Initiativen zuhauf

Beim zweiten Besehen zeigt sich jedoch, dass die neueste Initiative aus dem Lager der Grossunternehmen wenig dazu beiträgt, die notorisch zersplitterte Fintech-Branche definitiv zu einigen. Denn mit dem «Kickstart Accelerator» ist die Szene, die von zahlreichen wenig aufeinander abgestimmten Bewegungen geprägt ist, im Wesentlichen um eine Stossrichtung reicher geworden.

Zudem: So begrüssenswert das Engagement von Grossfirmen wie UBS und CS für den Fintech-Standort Schweiz auch ist, so mangelt es hierzulande eigentlich nicht an Förderprogrammen für Fintech-Jungfirmen.

Zu nennen sind etwa der Inkubator F10 der Schweizer Börsenbetreiberin SIX, der Impact Hub im Zürcher Westquartier, die Swiss Start Up Factory sowie die Ende 2015 gestartete Nexussquared, die sich auf Blockchain-Initiativen konzentriert.

Dieser Tage gingen zudem die Fintech-Schmieden Fusion in Genf und die Swiss Start Up Factory in Zürich eine vertiefte Kooperation ein, wie auch finews.ch berichtete.

Labor und Ökosystem

Die «grosse Erleuchtung», welche die zersplitterte Schweizer Fintech-Gemeinde zu einen weiss, steht damit noch aus – doch ein weiterer Versuch in diese Richtung dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

Viel verspricht sich die Szene diesbezüglich vom Swiss Fintech Innovation Lab. Dieses steht in den Startlöchern und dürfte demnächst auch offiziell lanciert werden, wie Recherchen von finews.ch nun ergeben haben.

Was es mit dem Swiss Fintech Innovation Lab auf sich hat, ist bislang erst in Bruchstücken bekannt. Dem Vernehmen nach lautet das Ziel der aus Bankkreisen stammenden Initianten, die Interessen der gesamten Schweizer Finanzbranche bezüglich Fintech, Innovations- und Standortförderung zu bündeln und zu vertreten. Eine Art Ökosystem für Finanzinnovationen und Jungunternehmen soll entstehen. Dies auch, um im Fintech-Standortwettbewerb Boden gut zu machen.

Forschung mit im Boot

Als Organisationsform ist offenbar ein Verein vorgesehen, dem von den Grossbanken UBS und CS über Institute wie Vontobel und Raiffeisen, Kantonal- und Regionalbanken wie auch Versicherungsunternehmen beitreten sollen. Der Verein ist dabei auch als Bindeglied zu Branchenorganisationen wie dem SFS angedacht.

Einbezogen wird auch die Forschung mit der ETH, Universitäten und Fachhochschulen unter der Leitung von Thomas Puschmann vom Business Engineering Institute der Universität St. Gallen (HSG), wie bereits berichtet wurde.

Ein ebenso ehrgeiziges wie auch längst überfälliges Vorhaben also, das jedoch den verzettelt scheinenden Schweizer Fintech-Initiativen Struktur und Richtung geben könnte.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

 

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • John Cryan und das Systemrisiko
  • Deutsche Bank: Nichts gelernt
  • Jetzt müssen Banker zu Gamern werden
  • Wall Street's unaufhaltbare Macht
  • So will François Holland Paris zum neuen EU-Finanzzentrum machen
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram

Zürcher Bankenverband

Führende Vertreter der Schweizer Finanzbranche zum Thema Regulierung.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

SELECTION

Selection

Der Todesstoss fürs Online-Banking

Der Bankkunde von heute nutzt das Internet und Apps. Aber wie lange noch?

Selection

Die spektakulärsten Bankgebäude der Welt

Die spektakulärsten Bankgebäude der Welt

Eine Expertenjury hat die weltweit 15 beeindruckendsten Firmensitze gekürt.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Finma

Die Finma hat die «Eckwerte zur Vermögensverwaltung» angepasst. Demmach können Vermögensverwaltungsverträge am dem kommenden 1. August auch digital abgeschlossen worden. Zuvor waren diese zwingend schriftlich. Vorbehalten bleiben die Formvorschriften im Kollektivanlagebereich und das allgemeine Auftragsrecht.

Valartis

Die Valartis Bank erwartet den Vollzug ihres Verkaufs der Liechtensteiner Tochterbank an die Hongkonger Citychamp Watch & Jewellery Group im Verlaufe des kommenden dritten Quartals. Der Genehmigungsprozess in Hongkong dauere länger als üblich.

Postfinance

Mit dem Fintech-Jointventure Finform wollen die Postbank und das ETH-Spinoff Axon Ivy die Industrialisierung von Bankenprozessen neu gestalten. Insbesondere soll Banken geholfen werden, die stetig wachsende Formularflut zu bewältigen.

Credit Suisse

Laut Medienberichten will die Schweizer Grossbank ihren Anteil an einem chinesischen Brokerage-Gemeinschaftsunternehmen ausweiten. Demnach würde die Credit Suisse ihre Beteiligung an der lokalen Firma Credit Suisse Founder Securities von 33 auf 49 Prozent steigern; weder das Institut noch die chinesische Partnerin Founder Securities bestätigten die Spekulationen.

weitere News