Sergio Ermotti ruft Mitarbeiter zur Lösung der Weltprobleme auf

UBS-Chef Sergio Ermotti

UBS-Chef Sergio Ermotti

UBS-Mitarbeiter, welche die besten Finanzlösungen für ein drängendes Problem auf dieser Welt entwickeln, können eine Reise in die USA gewinnen. Was die Grossbank damit bezwecken will.

In diesen Tagen erhielt die UBS-Belegschaft ein Email vom obersten Chef Sergio Ermotti persönlich. Darin ruft er die rund 60'000 Beschäftigten auf, an der «UBS Grand Challenge» mitzumachen, wie Recherchen von finews.ch ergaben.

Konkret handelt es sich dabei um einen internen Wettbewerb, mit dem die UBS-Angestellten dafür motiviert werden sollen, Finanzlösungen für die dringendsten Probleme unserer Zeit zu entwickeln. Diese Aktion führt die UBS zusammen mit dem Center for Global Development (CDG), durch – eine international angesehene Denkfabrik mit Sitz in Washington D.C. 

Für die Entwicklung einer Finanzlösung stehen laut Wettbewerb folgende fünf Themen zur Auswahl:

1. Anlagen, die dem Klima und gleichzeitig unseren Kunden helfen.

Was würde Anlegern und ihren Beratern helfen, den CO2-Fussabdruck von Anlageentscheidungen zu berücksichtigen?

2. Rücklagen bei geringen Einkommen, die in Schwellenländern die Rente für die Zukunft sichern.

Wie können wir es der aufstrebenden Mittelschicht ermöglichen, genug für den Ruhestand zu sparen?

3. Infrastrukturinvestitionen als Grundlage für stabile und wohlhabende Gesellschaften.

Wie können wir Investitionen in wichtige Infrastrukturprojekte von Entwicklungsländern lenken?

4. Förderung von Investitionen in Forschung zur Heilung von Krankheiten.

Wie können wir die weitere Erforschung von Krankheiten fördern, von denen vor allem ärmere Menschen betroffen sind?

5. Wirksamere Ausbildung durch Koppelung von Investitionen an Lernergebnisse.

Wie können wir Investitionen in Schulausbildung lenken, die messbare Resultate bringt?

Gewinner reisen nach Washington

Das Senior Management der UBS sowie die Experten vom CGD werden die Eingaben überprüfen und die Finalisten auswählen, die ihre Ideen dann vor einer Jury in Zürich präsentieren können, wie finews.ch weiter erfahren hat. 

Jene Mitarbeiter mit mit den Ideen werden für eine Woche nach Washington eingeladen. Dort führen sie zusammen mit Spezialisten die erarbeitete Finanzlösung zur Marktreife, wie ein UBS-Sprecher gegenüber finews.ch bestätigte.

Gutes tun und Geld verdienen

Die Initiative steht im Zusammenhang mit «Impact Investing», ein Anlagethema das die UBS seit einigen Monaten stark vorantreibt. Will heissen: Rentierende Anlagen anbieten und gleichzeitig zum Wohl der Gesellschaft beitragen. Unter dem Label «Impact Investing» soll privates Kapital in sozial motivierte Unternehmen fliessen und deren Wachstum fördern.

Bei Impact Investing handelt es sich gemäss gewissen Fachleuchten nicht um ein «Strohfeuer», sondern um eine neue Anlageklasse. Das Investmentvolumen könnte Schätzungen zufolge in den kommenden Jahren ein Volumen von bis zu einer Billion Dollar erreichen.

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NEWS GANZ KURZ

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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