Konsumkredite: Der Bundesrat lässt die Zinsen purzeln

ok.- Cash, Angebot von Bob Finance

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Ab 1. Juli 2016 gilt in der Schweiz ein neuer effektiver Maximalzinssatz von 10 Prozent für Barkredite und 12 Prozent für Kreditkarten-Kredite. Das hat der Bundesrat aufgrund des Negativzins-Umfelds so festgelegt.

Schweizer Kreditanbieter haben bereits reagiert und ihre Jahreszinssätze angepasst – nach unten, wie der Finanz-Vergleichsdienst Moneyland.ch feststellte.

Zinsen fallen auf breiter Front

Demnach sind die Kredit-Zinssätze bereits vor dem Stichtag auf breiter Front gefallen.

So hat die Cembra Money Bank die Bandbreite der effektiven Jahreszinssätze von bisher 9,95 bis 14,5 Prozent auf neu 7,95 bis 9,95 Prozent gesenkt. Die Anbieterin Bank-now bietet neu einen Kredit zu 7,9 bis 9,9 Prozent statt wie früher von 9,9 Prozent bis 13,9 Prozent. Auch Cashgate hat den Konsumkredit auf 7,9 bis 9,9 Prozent gesenkt, wie es weiter hiess.

Einzig die für ihre Tiefpreis-Strategie bekannte Migros Bank hat ihre Zinssätze nicht gesenkt. Ihr Angebot von 5,9 Prozent wird aber seit kurzem unterboten: von der Valora-Fintech-Tochter bob Finance mit einem effektiven Mindestzinssatz von 4,9 Prozent und CreditGate24 mit 5,79 Prozent.

Kampf ist eröffnet

«Der Zinskampf um neue Kunden ist eröffnet», folgert Moneyland.ch aus den Massnahmen. Dabei nimmt die Konkurrenz in der Branche schon seit Monaten zu, während die Margen gehörig unter Druck geraten, wie auch finews.ch berichtete.

Bereits Anfang Jahr hatte Marktführerin Cembra gewarnt, dass die neuen Regeln das Geschäft belasten werden.

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NEWS GANZ KURZ

Gottex

Der Hedgefonds-Anbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Offenbar verzögern sich die Verhandlungen um eine zweite Finanzierungsrunde.

UBS

Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt.

Avaloq

Der Bankensoftware-Entwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

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