US-Notenbankchef: Bald kommt eine Frau

Die nächste Person für den Posten des US-Notenbankchefsist wohl eine Frau. Dies glaubt jedenfalls eine Mehrheit von befragten US-Fondsmanagern.

An einer Tagung der Investorenorganisation «International Strategy & Investment Group» nannten 65 Prozent der Teilnehmer auf die Frage, wer für den Chefposten bei der Federal Reserve (Fed) nominiert werde, die 66-jährige Vize-Vorsitzende Janet Yellen.

«Wir stimmen mit dem generellen Konsens überein, dass Yellen wahrscheinlich die aussichtsreichste Kandidatin ist, aber wir glauben, dass ihre Chancen nicht so klar sind wie manche Anleger wohl meinen», wird Roberto Perli von der «International Strategy & Investment Group» in einem Bericht der Nachrichtenagentur «Bloomberg» zitiert.

Langjährige Karriere bei der Fed

Janet Yellen promovierte an der Yale Universität in Wirtschaftswissenschaften, war Professorin an der Harvard University, an der London School of Economics und an der Berkeley University.

Sie war Mitarbeiterin am Massachusetts Institute of Technology (MIT), beim Board of Governors of the Federal Reserve System und Mitarbeiterin beim Congressional Budget Office.

Yellen war auch Gouverneurin und Präsidentin der San Francisco Fed. Des weiteren amtete sie als Vorsitzende im Rat der Wirtschaftsberater des früheren US-Präsidenten Bill Clinton.

Seit Oktober 2010 ist sie Vize-Vorsitzende des Board of Governors und somit Stellvertreterin des Notenbankchefs Ben Bernanke. Janet Yellen ist mit dem bekannten Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger George A. Akerlof verheiratet.

Im Januar 2014 endet Bernankes Amtszeit

Bernanke sagte kürzlich im Rahmen einer Medienkonferenz, «er habe mit dem Präsidenten ein wenig» über seine Zukunft gesprochen und fühle keine persönliche Verantwortung, auf der Position zu bleiben und die Rücknahme der Bondkäufe zu leiten. Er halte sich zudem nicht für den einzigen, der qualifiziert sei, die Geschicke der US-Notenbank in den nächsten Jahren zu lenken, steht im Bericht weiter.

Im Jahr 2009 wurde Bernanke von Präsident Barack Obama für eine zweite vierjährige Amtszeit ab Februar 2010 nominiert. Die laufende Amtszeit von Bernanke endet somit am 31. Januar 2014.

Fondsmanager nennen weitere Kandidaten

Sechzehn Prozent der interviewten Fondsmanager glauben aber, dass der 59-jährige Bernanke eine dritte vierjährige Amtszeit erhalten werde.

Gemäss Bericht sind weitere, aber wenig oft genannte Kandidaten, folgende: Vize-Vorsitzende der Fed Donald Kohn (2 Prozent), Ex-Finanzminister Timothy F. Geithner (3 Prozent), New Yorker Fed-Chef William C. Dudley (3 Prozent), Ex-Fed-Vizevorsitzende Roger Ferguson (3 Prozent) und Ex-Direktor des National Economic Council Larry Summers (5 Prozent). 

 

Im Video spricht Janet Yellen über die US-Wirtschaft.

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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