Luzerner Kantonalbank: CEO tritt ab, Nachfolger steht bereits in den Startlöchern

Stefan Studer wird neuer CEO der Luzerner Kantonalbank (LUKB). Der bisherige Leiter des Privat- und Gewerbekundengeschäfts übernimmt die Führung am 1. Januar 2027 von Daniel Salzmann, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Salzmann tritt Ende dieses Jahres nach zwölf Jahren als CEO zurück.

LUKB Studer Stefan
Stefan Studer wird am 1. Januar 2027 die Nachfolge von Daniel Salzmann antreten. (Bild: zVg)

Der Verwaltungsrat hat den scheidenden Bankchef zugleich für die Wahl in das Aufsichtsgremium nominiert. An der Generalversammlung vom 12. April 2027 soll er den Sitz von Martha Scheiber übernehmen, die nach zwölf Jahren zurücktritt. Seine Wahl steht damit noch aus.

Interne Lösung nach breiter Suche

Mit Studer setzt die LUKB auf einen langjährigen Geschäftsleiter. Der 1974 geborene Manager verantwortet seit 2015 das Privat- und Gewerbekundengeschäft.

Dem Entscheid ging laut Verwaltungsratspräsident Markus Hongler ein Auswahlverfahren mit externen Experten und einem breiten Kandidatenkreis voraus. Studer bringe die erforderliche Führungserfahrung und das Fachwissen für eine Universalbank mit. Zudem kenne er sowohl das Geschäft einer Schweizer Grossbank als auch jenes einer grossen Kantonalbank.

Studer wurde in Zürich geboren und absolvierte seine Schulzeit in Luzern. Nach einem Betriebswirtschaftsstudium an der Universität Fribourg begann er seine Karriere bei Unilever. 2009 wechselte er zur Credit Suisse, wo er zwei Jahre später die Leitung des Firmenkundengeschäfts in der Zentralschweiz übernahm.

Ambitionen bei Daten und KI

Bei der LUKB hat Studer mit seinen rund 450 Mitarbeitenden das Privat- und Gewerbekundengeschäft modernisiert. Dazu gehörten die Umgestaltung von Filialen zu Begegnungszonen, ein IT-gestützter persönlicher Beratungsprozess sowie der Ausbau des Ausserbilanzgeschäfts.

Auch an der Entwicklung der neuen Strategie «LUKB30» war er massgeblich beteiligt. Als CEO soll er deren Umsetzung fortführen.

Studer will die regionale Verankerung der Bank mit dem Ausbau spezialisierter Angebote für Kunden in der ganzen Schweiz verbinden. «Dabei wollen wir die Leistungsstärke einer grossen Bank mit der Zugänglichkeit einer Kantonalbank verbinden und im Bereich Nutzung von Daten und KI eine Führungsrolle übernehmen», lässt er sich zitieren.

Die Suche nach seiner Nachfolge an der Spitze des Privat- und Gewerbekundengeschäfts ist eingeleitet.

Salzmann soll der Bank erhalten bleiben

Salzmann, Jahrgang 1964, gehört der LUKB-Geschäftsleitung seit 22 Jahren an und führt die Bank seit 2014. Während seiner Amtszeit stieg der Gewinn nach Angaben der LUKB von rund 180 Millionen auf zuletzt rund 300 Millionen Franken. Gleichzeitig verbreiterte die Bank ihre Ertragsbasis.

Hongler würdigt insbesondere den Aufbau spezialisierter Kompetenzzentren, mit denen sich die LUKB über ihren Heimmarkt hinaus positioniert habe. Im Verwaltungsrat soll Salzmann künftig sein Bankwissen und sein Netzwerk einbringen.

Neuer Vizepräsident

Die für Salzmanns Wahl vorgesehene Vakanz entsteht durch den Rücktritt von Martha Scheiber. Sie sitzt seit 2014 im Verwaltungsrat und ist seit 2019 Vizepräsidentin sowie Vorsitzende des Personal- und Vergütungsausschusses.

Das Vizepräsidium übernimmt Marc Gläser. Der CEO von Stöckli Swiss Sports gehört dem LUKB-Verwaltungsrat seit 2023 an.