Acrevis holt sich UBS-Mann fürs Private Banking

Simon Wetter wird per 1. November 2026 Leiter Private Banking und Mitglied der Geschäftsleitung der Acrevis Bank. Das hat die St. Galler Regionalbank am Freitag mitgeteilt.

Wetter folgt auf Florian Keller, Leiter Investment Center, der den Bereich seit März ad interim führt. Keller war Stellvertreter von Beat Stöckli, der die Bank per 15. März 2026 verlassen hat. Als Grund nannte Acrevis damals persönliche Motive.

Drei Chefs in knapp zwei Jahren

Stöckli hatte das Private Banking erst Anfang 2025 übernommen, was finews seinerzeit vermeldet hatte. Er löste Sandro Schibli ab, der den Bereich seit 2018 geleitet hatte und als Senior-Kundenberater bei der Bank blieb (finews berichtete).

Mit Wetter erhält der Bereich damit innert knapp zwei Jahren seinen dritten Chef.

Ein Vierteljahrhundert Grossbank

Wetter kommt von der UBS. Dort führte er bis Ende 2025 in der Region Ostschweiz das Desk Entrepreneurs & Executives, mit Beraterteams aus UBS und Ex-CS in St. Gallen, Frauenfeld, Kreuzlingen und Chur.

Zuvor war er über zwei Jahrzehnte bei der Credit Suisse tätig. Von September 2023 bis Juni 2024 leitete er deren Private Banking in der Region Ostschweiz und begleitete die Integration in die UBS. Früher arbeitete er unter anderem im globalen Private-Banking-Marketing der CS in Zürich. Seine Laufbahn begann er als Steuerberater bei PwC.

Ein Ostschweizer für die Ostschweiz

Wetter hat an der Fachhochschule St. Gallen Betriebsökonomie studiert und dort später einen Executive MBA erworben.

«Es freut mich sehr, dass wir mit Simon Wetter eine in der Ostschweiz bestens verankerte Führungspersönlichkeit für die acrevis Bank gewinnen konnten», wird Verwaltungsratspräsident Patrick Vogler in der Mitteilung zitiert.

Mehr Gewicht fürs Anlagegeschäft

Der Bereich, den Wetter übernimmt, gewinnt bei Acrevis an Bedeutung. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 14,1 Prozent auf 16,4 Millionen Franken. Sein Anteil am Gesamtertrag erhöhte sich auf 34,9 Prozent (finews berichtete).

Die verwalteten Vermögen wuchsen um 7,5 Prozent auf 11,2 Milliarden Franken. Dazu trug neben organischem Wachstum auch die Integration der früheren Regiobank Männedorf bei.