Acrevis wächst mit Regiobank Männedorf – doch auch die Kosten steigen
Die Acrevis Bank steigerte ihren Halbjahresgewinn gegenüber der Vorjahresperiode um 5,8 Prozent auf 13,4 Millionen Franken. Das teilte die St. Galler Regionalbank am Freitag mit.
Deutlich stärker wuchsen die Geschäftsvolumen. Die Kundenausleihungen erhöhten sich um 8,9 Prozent auf 4,6 Milliarden Franken, die verwalteten Vermögen um 7,5 Prozent auf 11,2 Milliarden Franken. Neben dem organischen Wachstum habe sich vor allem die Integration der früheren Regiobank Männedorf ausgewirkt.
Zinsgeschäft wächst wieder organisch
Im wichtigsten Ertragspfeiler erzielte Acrevis wieder ein organisches Plus. Der Bruttoerfolg aus dem Zinsgeschäft nahm um 7,4 Prozent auf 25,4 Millionen Franken zu. Davon entfielen 1,6 Millionen Franken auf den Zusammenschluss, während die Bank aus eigener Kraft 0,2 Millionen Franken zulegte.
Nach Wertberichtigungen resultierte ein Nettozinserfolg von 25,3 Millionen Franken. Das entsprach einer Steigerung um 6,9 Prozent.
Noch dynamischer entwickelte sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Der Erfolg stieg um 14,1 Prozent auf 16,4 Millionen Franken. Davon seien 1,5 Millionen Franken organisch und 0,5 Millionen Franken durch die Integration hinzugekommen. Die Bank führte die Entwicklung insbesondere auf steigende Aktienmärkte und neue Depotvolumen zurück.
Der Anteil des Kommissionsgeschäfts am Gesamtertrag erhöhte sich auf 34,9 Prozent. Insgesamt weitete Acrevis den Bruttoertrag um 9,8 Prozent auf 47 Millionen Franken aus.
Synergien lassen auf sich warten
Das höhere Geschäftsvolumen schlug sich zugleich auf der Kostenseite nieder. Der Geschäftsaufwand nahm um 10,2 Prozent auf 29,4 Millionen Franken zu und wuchs damit etwas stärker als der Bruttoertrag. Der Personalaufwand erhöhte sich fusionsbedingt um 1,1 Millionen auf 14,8 Millionen Franken. Ohne den Zusammenschluss wäre er laut Acrevis unverändert geblieben.
Im ersten Semester seien noch keine Kostensynergien zum Tragen gekommen. Diese sollen schrittweise realisiert werden. Mit der Realisierung seien allerdings einmalige Integrationskosten verbunden.
Fusion stärkt Kapitalausstattung
«Wir konnten unsere Geschäftsvolumen und die Ertragsbasis deutlich steigern sowie den Zusammenschluss mit der ehemaligen Regiobank Männedorf erfolgreich vollziehen», lässt sich Michael Steiner, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Acrevis, in der Mitteilung zitieren. Die Vorbereitungen zur Nutzung der Synergiepotenziale seien auf Kurs.
Die Eigenkapitalbasis wurde durch den Zusammenschluss ebenfalls vergrössert. Das Eigenkapital stieg um 10,2 Prozent auf 519,5 Millionen Franken. Die Leverage Ratio lag bei 9 Prozent, die Kapitalquote bei 20 Prozent.














