Partners Group baut Stellen im Private-Equity-Geschäft ab

Die Partners Group mit Hauptsitz in Baar hat in seiner Private-Equity-Sparte Dutzende Stellen abgebaut oder Mitarbeitende in andere Geschäftsbereiche versetzt. Das berichtet der Nachrichtendienst «Bloomberg» unter Berufung auf Kreise.

Betroffen waren demnach Beschäftigte auf verschiedenen Hierarchiestufen weltweit. Einige Mitarbeitende hätten das Unternehmen verlassen, andere seien unter anderem in die Bereiche Infrastruktur und Royalties gewechselt.

Die Massnahmen würden den von Wolf-Henning Scheider geleiteten Bereich mit mehr als 200 Mitarbeitenden betreffen. Sie erfolgten im Anschluss an eine der regelmässigen Leistungsbeurteilungen des Unternehmens, wie die Quellen sagten.

Der Zuger Vermögensverwalter stehe unter Druck, die Ergebnisse seines Private-Equity-Geschäfts zu verbessern. Insbesondere ältere Beteiligungsportfolios würden sich schwächer entwickeln als jene einiger Konkurrenten, heisst es in dem Artikel weiter. Dies habe auch die Rückforderungen bei den Evergreen-Produkten verstärkt, die laufende Investitionen ermöglichen, ohne an eine klassische Fondslaufzeit gebunden zu sein.

Partners Group verwaltet nach eigenen Angaben Vermögen von rund 186 Milliarden Dollar und gehört zu den grössten Private-Markets-Anbietern Europas. Das Unternehmen versucht, nach einer turbulenten Phase das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. Zuletzt war die Firma auch wegen ihrer Bewertungen ins Visier eines Leerverkäufers geraten.

Unternehmen verweist auf operative Kompetenzen

Partners Group erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur, die Grösse des Private-Equity-Teams bewege sich weiterhin im Rahmen des langfristigen Durchschnitts. Gleichzeitig habe das Unternehmen seine operativen Kompetenzen auf Führungsebene im vergangenen Jahr deutlich ausgebaut.

Die Aktien von Partners Group haben seit Jahresbeginn rund 40 Prozent an Wert verloren.